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Bildungsstätte oder Rechenzentrum

Am 19. Oktober endetete das Interessensbekundungsverfahren der Stadt für das ehemalige Landeszentralbank-Gebäude. Im Rahmen dessen die Stadt Gera einen Investor für das noch immer leerstehende Gebäude am Hofwiesenpark suchte. Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn hatte dieses Interessenbekundungsverfahren in Gang gesetzt. „Fünf Interessenten haben die Unterlagen abgerufen, drei von ihnen ein ernsthaftes Angebot abgegeben, die anderen zwei haben bereits im Vorfeld aufgrund der zu hohen Betriebskosten kein Angebot abgegeben”, verkündete Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn zur Pressekonferenz am Dienstag. Drei Angebote liegen nun auf dem Tisch. Eines beschreibt die Idee eines PPP-Modells (Als Public Private Partnership wird die Mobilisierung privaten Kapitals und Fachwissens zur Erfüllung staatlicher oder kommunaler Aufgaben bezeichnet), das zweite die Betreibung einer Bildungseinrichtung, das dritte die Funktion eines Rechenzentrums, wobei letztere beiden Kunst in Form von Kunst am Bau beibehalten wollen. Die OB ist froh, dass konkret drei ein Angebot abgegeben haben, da der Chipperfield-Bau aufgrund der zu erwartenden Kosten eher abschrecke anstatt anlocke. „Dennoch können wir das PPP-Modell nicht empfehlen, da es Eigenmittel der Stadt fordere, die wir nicht zur Verfügung haben”, erklärte die OB. Geplant ist, den Erlös aus dem Verkauf der Immobilie - die Stadt erwarte rund vier Millionen Euro -  in die Sanierung der vorhandenen Museen zu investieren. „Wenn das Kunsthaus verkauft wird, müssen wir ein neues Museumskonzept erarbeiten, welches ebenfalls vom Stadtrat beschlossen werden muss. Dieses würde u.a. vorsehen, die Orangerie unter klimatechnischen und sicherheitsmäßigen Standards so umzubauen, dass die Dix-Leihgaben der Familie Pfefferkorn, welche noch für das Kunsthaus vorgesehen sind, dort ausgestellt werden können”, blickt Dr. Hahn voraus.    
Auch wenn die OB nicht konkret aufgrund des noch laufendes Verfahrens weder auf die Interessenten noch die Angebote einging, verriet sie zur Pressekonferenz, dass es sich bei einem der zwei ernsthafteren Interessenten um ein Kuratoriumsmitglied handele. 
Es könnte sich dabei um einen Geraer Gesundheitsdienstleister handeln, der zudem bereits eine eigene Bildungseinrichtung in Gera  betreibt und sich derzeit, aufgrund stetig wachsende Zugänge, auf der Suche nach einer neuen Immobilie befindet, da sich vorhandene nicht zum Umbau eigne.   
Alle drei Angebote werden am Montag, 5. November, dem Hauptausschuss vorgelegt. „Sofern die Angebote durch alle Ausschüsse gehen, werden sie am 29. November in den Stadtrat eingebracht”, erklärt die OB den weiteren Ablauf.  

( Fanny Zölsmann, 01.11.2012 )

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