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Von den Stärken des anderen profitieren

Etwas Nützliches machen und dabei die eigenen Kompetenzen und das Selbstbewusstsein stärken, sei das Ziel und die Intention dieses Austausches zwischen deutschen und polnischen Jugendlichen. 
Diplomsozialpädagogin Claudia Pittelkow ist Case-Managerin beim Streetwork Gera e.V. und betreut gemeinsam mit Erziehungswissenschaftlerin Nadja Müller die seit Montag in Gera weilenden polnischen Jugendlichen. „Es sind sieben an der Zahl. In Polen absolvieren sie derzeit eine Ausbildung zum Friseur oder Koch. Sie sind hier um zum einen Erfahrungen auszutauschen und zum anderen zu sehen, wie es deutschen Jugendlichen in ähnlichen oder anderen Situationen geht”, erklärt Claudia Pittelkow. 
Es sind Jugendliche, die es auch etwas schwieriger im Leben hatten, sich jetzt aber auf dem richtigen Weg befinden. „Einige von ihnen sind im Kinderheim groß geworden, andere haben familiäre Probleme. Ähnlich ergeht oder erging es auch unseren Jugendlichen, die wir im Verein betreuen”, klärt sie auf. 
Gemeinsam erleben die Jugendlichen sieben interessante Tage in Gera. Währenddessen der Vormittag der Ausbildung vorbehalten ist, steht am Nachmittag ein abwechslungsreiches Programm an. „So haben unsere deutschen Jugendlichen einen deutschen Abend mit Roster, Kartoffelsalat und Volksliedern, eine Stadtrallye, eine Höhlerführung, einen Abstecher in den Kletterwald und zur Imaginata nach Jena organisiert”, zählt sie die Veranstaltungshighlights auf. „Was das betrifft, waren unsere Klienten sehr engagiert und mit Ehrgeiz bei der Sache, doch leider hapert es noch am Alltäglichen. Die polnischen Teilnehmer hingegen haben ihren Weg bereits gefunden und wissen, wohin sie gehen wollen. Sie sind dankbar und froh, dass es in Polen Menschen gibt, die sie unterstützen und begleiten”, bilanziert Claudia Pittelkow. Hilfe erhalten sie durch die polnische Organisation OHP, welche den jungen Leuten die  Chance auf eine Ausbildung ermöglicht. 
Im Rahmen der Städtepartnerschaft Gera und Skierniewice erfolgen in regelmäßigen Abständen Austauschprogramme, wobei die Träger jeweils andere sind. In diesem Jahr ist es der Streetwork Gera e.V. Nach einem Fachkräfteaustausch im Mai diesen Jahres, welches der Planung der Begegnungen vorbehalten war, folgte ein siebentägiger Aufenthalt der deutschen Jugendlichen in Skierniewice Ende September. „Während des ersten Besuchs in Polen lernten wir die dortigen Einrichtungen, u.a. Kinderheim, Jugendamt und Arbeitsagentur, kennen und sprachen die Details für den Austausch ab”, erklärt die Diplom-Sozialpädagogin den Ablauf. 
Am Montag werden die Jugendlichen wieder auseinander gehen, in der Hoffnung dass sie alle voneinander profitiert haben. 

( Fanny Zölsmann, 26.10.2012 )

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