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„Ein vielseitiger und spannender Job”

Abwechslungsreich, spannend und voll seien die Arbeitstage von Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn.  Halb fünf in der Früh beginnt sie ihren Tag, er endet nie vor den späten Abendsstunden. Ab 6 Uhr ist sie im Büro anzutreffen. „Eigentlich beginne ich zwei Stunden früher, um Zeit für Briefe und Terminabsprachen zu haben, doch es hat sich herumgesprochen, so dass auch diese Zeit für Gespräche mit Bürgern und Unternehmern genutzt wird. Ich bin froh und opfere diese Zeit gerne, um die Aufbruchsstimmung voranzutreiben”, plaudert die OB zur Pressekonferenz am Montag dieser Woche. Denn an diesem Tag war sie exakt 100 Tage in Amt und Würden. Zeit um erstmals Bilanz zu ziehen.

„Ich werde unmittelbar nach meiner Wahl zur Oberbürgermeisterin einen Kassensturz veranlassen. Nicht nur der städtische Haushalt, auch alle Schattenhaushalte kommen auf den Prüfstand. Im Ergebnis dazu werde ich einen Nachtragshaushalt vorlegen und gemeinsam mit dem Stadtrat und den Bürgern die Haushaltsdiskussion für 2013 eröffnen. Die Erarbeitung des Stadtentwicklungskonzeptes wird beschleunigt. Ich werde ein Kuratorium berufen aus Stadträten, Wissenschaftlern und weiteren interessierten Bürgern, um einen breiten gesellschaftlichen Dialog zu führen. Dieser städtische Konsens ist Leitfaden für die Entscheidungsfindung des Stadtrates und für die Tätigkeit der Stadtverwaltung. Dem Stadtrat werden Novellen zum Schulbauprogramm und zur Schulnetzplanung zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt. Ich werde die Stadtverwaltung beauftragen, ein Programm zur Sanierung von städtischen Straßen, Brücken und Gehwegen zu erarbeiten”, verspricht Dr. Viola Hahn vor Amtsantritt in ihren ersten 100 Tagen. Kurz auf den Punkt gebracht, beinhaltet ihr 100-Tage-Programm einen Acht-Punkte-Plan. Zu den bereits genannten, gehören auch die Einwohnerfragestunde vor jeder ordentlichen Stadtratssitzung, die Einberufung eines Kinder- und Jugendparlamentes, der Seniorenbeirat erhält Antragsrecht in den Sitzungen der Fachausschüsse und ein eigenes Büro in der Stadtverwaltung, schriftliche Anfragen an die Stadtverwaltung werden innerhalb von maximal zehn Tagen bearbeitet sowie unmittelbare Maßnahmen zur Lösung von Alltagsfragen der Bürger - Tempo 70 auf der Siemensstraße und Prüfung für kostenlose Kurzzeitparkplätze für Besucher des StadtService H35. Lange überfällig sei die Entscheidung das Tempo auf der Siemensstraße wieder zu erhöhen, ist die Meinung der Geraerin Ingrid Kocker. Auf der Sorge fragten wir sie, inwieweit sie die ersten 100 Tage bewerte. So stehe sie positiv dem Verkauf  des Kunsthauses gegenüber, da es die Stadt zu sehr belaste und begrüßte das menschennahe und stadtverbundene Auftreten von Dr. Viola Hahn. „Es ist für mich nicht ersichtlich, dass sich irgendetwas geändert hat. Ich würde mich freuen, sichtbare Erfolge betreffend Kinder-, Jugend- und Freizeitangeboten bilanzieren zu können. Die OB sollte nicht nur aus lobbyistischen Gründen ihr Gesicht zeigen, sondern an Baustellen anpacken, die es wirklich verdient haben, z.B. die Radrennbahn. Auch das Hofwiesenbad sollte besser vermarktet werden, gerade jetzt, da Jena kein Freizeitbad mehr hat, sollten wir die Chancen nutzen, noch mehr Leute nach Gera zu holen”, antwortete der Geraer Timo Vollbrecht. „Zwar habe sie ganz schnell das mit der Siemensstraße publik gemacht, doch sonst ist mir kaum etwas aufgefallen und das obwohl ich jeden Tag Zeitung lese. Doch was will man auch nach 100 Tagen erwarten”, resümierte die Passantin Christine Gaul. „Ich finde es gut, dass sie die Hirngespinste, wie das Kunsthaus, zurückgekurbelt hat. Sie sind eine Nummer zu groß für Gera, wir können auch mit kleineren Sachen glänzen. Letztlich hat man als normaler Bürger eh nicht so den Einblick”, bringt sie es auf den Punkt und gab der OB abschließend „noch etwas Zeit. Ich denke, dass sie an den Punkten, die sie angesprochen hat, u.a. Bildung, Arbeitsplätze, arbeitet.” So sieht es auch Stephan Golde: „Nach 100 Tagen kann man in der Politik nicht viel erreichen und schlussendlich entscheidet sie nicht allein.”


( Fanny Zölsmann, 11.10.2012 )

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