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Willkommen bei den Profis

"Willkommen bei den Profis", so Klaus Nützel, Präsident der Handwerkskammer für Ostthüringen anlässlich der Zentralen Gesellenfreisprechung im Novotel Gera von 127 Junggesellinnen und Junggesellen in den Berufsgruppen Fleischer, Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk, Textilreiniger, Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, Kosmetiker, Bürokaufleute, Fotografen, Estrichleger, Dachdecker, Tischler, Maler, Lackierer sowie Hoch- bzw. Tiefbaufacharbeiter .
Dass Lehrjahre keine Herrenjahre sind, davon weiß der Geraer Kevin Lindner zu berichten. "Vor allem wenn es stressig wurde, wenn etwas noch schnell fertig werden musste oder vom vielen schleppen hatte man schon mal die Nase voll. Doch dann gibt es aber auch andere Zeiten, wo die Arbeit richtig Spaß macht und man ja monatlich auch was in den Taschen hat, das ist es, was am Ende zählt", so der junge Bodenleger, der zu den besten Auszubildenden in diesem Jahr gehört. "Es hat sich so ergeben, dass ich mich bei der Seiß & Leithner GmbH als Bodenleger beworben habe", erzählt Kevin Linder. Bereut hat er seine Entscheidung nicht. "Die Arbeit macht Spaß. In der Firma stimmt alles und ich bin froh, nun als Facharbeiter weiter dort zu arbeiten." Er ist einer der Gesellen, der nach Freisprechung von den Verpflichtungen des Lehrstandes in den Gesellenstand erhoben wurde und nun "zu einer starken Gemeinschaft gehört und Teil des deutschen Handwerks ist und nun mit dafür sorgt, dass das Handwerk nach wie vor hoch im Kurs steht", so Handwerkspräsident Nützel. Freuen über ihren Abschluss als Fleischerei-Fachverkäuferin konnte sich auch Sandrina Heise. Restaurantfacharbeiterin wollte sie einmal werden, doch nach dem Realschulabschluss folgte erst einmal eine Zeit der Ratlosigkeit und dann des Ausprobierens. "Ich entschied mich für ein Praktikum bei der Fleischerei Stölzner GmbH in Ronneburg. Mit der Chefin verstand ich mich von Beginn an gut und auch das ganze Umfeld sagte mir echt zu.
Besonderes Gefallen fand ich am Partyservice. So entschied ich mich für diese Ausbildung, habe mich beworben und wurde angenommen", erzählt die 25-jährige. Ihre Berufsentscheidung hat sie nicht bereut und auch das sie aus betrieblichen Gründen nicht übernommen werden konnte, lässt sie an ihren Mut nicht zweifeln. "Jetzt stehe ich auf eigenen Beinen. Alles andere wird sich geben", zeigt sie zuversichtlich. So gilt für Kevin Lindner und Sandrina Heise, sowie für alle anderen der Spruch: Ich spreche euch frei, ein jeder jetzt Geselle sei. Schafft fröhlich mit Herz und Hand und seid stolz auf euren Handwerksstand. Dass es nicht alle von den 179 Prüfungsteilnehmern geschafft haben, lässt in der Laudatio von Klaus Nützel etwas Wehmut mitklingen. "Nimmt man die 30 Prozent der Nichtbestandenen und die 15 Prozent der Lehrabbrecher, dann fehlen dem Handwerk in diesem Jahr 45 Prozent der Fachkräfte und das in einer Zeit wo wir im Handwerk über 150 offene Ausbildungsstellen haben. Vorbei sind die Zeiten, wo wir bei den Handwerksbetrieben Klinkenputzen und so um Ausbildungsplätze betteln mussten", berichtet Nützel und hofft daher auch auf die Nachprüfungen.
Doch auch für das Handwerk gilt, wer rastet, der rostet und so forderte Klaus Nützel die Jungesellinnen und Junggesellen auf, sich stets weiterzubilden und dazu die Möglichkeiten der Handwerkskammer für Ostthüringen zu nutzen. Und auch darauf verwies der Präsident: "Das Handwerk ist nur so stark, wie sich jeder Einzelne einbringt." So schloss Klaus Nützel seine Rede auch mit dem Dank an die ehrenamtlichen Vorsitzenden und Mitglieder der Gesellenprüfungsausschüsse, die zahlreiche Stunden ihrer Freizeit opferten, um die Prüfungen inhaltlich vorzubereiten, abzunehmen und auszuwerten.

( Von Reinhard Schulze, 27.09.2012 )

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