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Lehrstelle sucht künftige Fachkraft

Noch immer herrscht Fachkräftemangel und das nicht nur in Gera. „Seit Jahren ist der Ausbildungsmarkt ein viel beschäftigtes Thema”, weiß Dr. Ulrich Gawellek von der Arbeitsagentur für Arbeit Altenburg-Gera zu berichten. Denn obwohl seit Jahren die gemeldeten Bewerberzahlen im Agenturbezirk konstant seien - waren es im August 2010 rund 1.900, im Vergleichsmonat in diesem Jahr bei gut 1.700 Bewerbern, stieg die Zahl der gemeldeten Berufsausbildungsstellen von rund 2.000 aus 2.400 im gleichen zeitraum. Für junge Menschen sei die Lage derzeit äußert günstig, so der Agenturchef. „Wenn unsere jungen Menschen keine exotischen Wünsche haben, dann haben sie gute Chancen hier in Gera und der Region eine Lehre zu finden”, appelliert Dr. Gawellek an die Berufseinsteiger, nicht unbedingt über den Tellerrand schauen zu müssen, wenn es um die Suche nach einer Ausbildung geht. Schwieriger haben es die Unternehmen. Für sie beginnt die Suche nach geeignetem und auch qualifiziertem Nachwuchs immer früher. „Bereits Ende des Jahres sind viele Plätze für die Lehre im kommenden Jahr besetzt. So dass viele Unternehmen bereits nach Beginn des Ausbildungsjahres für das kommende Ausschau halten”, so Dr. Gawellek. Daher biete die erste Geraer Ausbildungsbörse für beide Parteien optimale Möglichkeiten. „Mit dem völlig neuem Konzept versprechen wir uns ein gezieltes Vorgehensweise”, hofft Frank Hohle, Geschäftsführer Bildung und Gewerbeförderung bei der Handwerkskammer für Ostthüringen (HWK). „Persönlich wünschen wir uns einen kleinen Schub. In den vergangenen Tagen konnte wir den 500. Ausbildungsvertrag übergeben. Vor ein paar Jahren zählten wir noch 1.000 Verträge und sind heute froh, wenn wir 600 erreichen”, wirbt er für Nachwuchs, die sich gezielt auch zur Ausbildungsbörse bewerben können.  
Am kommenden Sonnabend, 22. September, von 10 bis 16 Uhr, findet die erste Geraer Ausbildungsbörse in der Panndorfhalle statt. Sie ist der Ersatz für die bisher im Frühjahr stattfindende Bildungsmesse „Berufe aktuell“. Durch die Verlegung auf den Spätsommer soll es künftig noch besser möglich sein, offene Lehrstellen für das soeben begonnene Ausbildungsjahr zu besetzen bzw. künftige Schulabgänger frühzeitig mit den Möglichkeiten der künftigen Berufswahl vertraut zu machen. „Wir wollen mit der Ausbildungsbörse ausbildungswillige Unternehmen der Region mit den künftigen Schulabgängern noch früher als bisher zusammen bringen“, so Hohle. Aus diesem Grund sind erstmals auch keine Schulen oder Bildungsträger vertreten, sondern ausschließlich Aussteller, die auch Ausbildungsstellen anbieten.
 97 privat und kommunale Unternehmen stellen ihre Berufsmöglichkeiten vor. Doch nur die Unternehmen sind anwesend, die tatsächlich noch offene Stellen für dieses und nächstes Jahr haben, so dass sich ein Besuch gleich doppelt lohnt. Zum einen können Interessierte gezielt mit den Unternehmen in Kontakt treten und sich zum anderen gleich vor Ort bewerben.
Klar ist auch das Handwerk mit einer ganzen Reihe von Unternehmen vertreten, die lohnenswerte Ausbildungsmöglichkeiten in Ostthüringen anbieten. Ebenso ist die HWK selbst mit einem Stand vertreten, um die derzeit noch rund 180 freien Lehrstellen für das Ausbildungsjahr 2012 sowie die fast 60 freien Lehrstellen für das Ausbildungsjahr 2013 aufzuzeigen und geeignete Bewerber zu finden. Selbstverständlich gibt es auch jede Menge wichtige Infos rund um die richtige Berufswahl und die vielfältigen Karrierechancen im Ostthüringer Handwerk. Aber nicht nur die HWK, sondern auch die Arbeitsagentur und die Industrie- und Handelskammer sind mit einem eigene Stand vertreten und stellen neben den noch freien Lehrstellen auch ihre eigenen Berufsperspektiven vor. „Es gibt eine Menge attraktive Berufe, für die man nicht unbedingt studieren muss”, so Andreas Drosdzoll, Sachgebietsleiter Ausbildung der Industrie- und Handelskammer Ostthüringen zu Gera (IHK). 
„Mit ‚Karriere kompakt‘, der Verzahnung von dualer Ausbildung und Weiterbildung, können Unternehmen gezielt ihren Fachkräftenachwuchs entwickeln. Das Modell kombiniert die klassische Lehre mit anspruchsvoller Weiterbildung”, erklärt er. Neben dieser Möglichkeit, bietet die IHK jährlich Schülern zur Berufsorientierung die Chance mit dem IHK-Camp Berufe live in den Sommerferien zu erleben. Zudem verpasst das IHK-Azubi-College jungen Menschen den letzten Schliff, um sie fit für die berufliche Laufbahn zu machen.
Es zeigt sich, dass auf allen Seiten viel getan wird, um jungen Menschen eine lukrative, herausfordernde und zukunftsorientierte Perspektive in der Region aufzuzeigen. Die von der IHK, HWK und Arbeitsagentur organisierte Ausbildungsbörse wird 10 Uhr vom Vorsitzenden der Geschäftsleitung  der Agentur für Arbeit Dr. Ulrich Gawellek eröffnet. 

( Fanny Zölsmann, 21.09.2012 )

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