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Arbeitschance für behinderte Menschen

Fünf Menschen mit Behinderung haben die große Chance erhalten, auf dem ersten Arbeitsmarkt in Gera Fuß zu fassen. Möglich macht dies die von dem Caritasverband für Ostthüringen gegründete Tochtergesellschaft, die Integrationsfirma ICO gGmbH. Seit fünf Jahren betrieb die Caritas ein Sozialkaufhaus, das zum Beispiel im vergangenen Jahr von rund 25.000 sozial bedürftigen Menschen aufgesucht worden war. Im April dieses Jahres hatte die Einrichtung unter dem Namen SCHATZ-insel Räume in der Zschochernstraße bezogen. Das Sozialkaufhaus wurde mit Hilfe des Jobcenters und durch Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen gefördert. „Doch durch die Situation auf dem Arbeitsmarkt wurde uns klar, dass wir entweder schließen oder etwas verändern müssen“, erläuterte Caritas-Geschäftsführer Andreas Zube den Grund für die ins Leben gerufene Integrationsfirma.

Viele Wege mussten beschritten und manche Hürde genommen werden. Davon weiß auch die Geschäftsführerin des neuen Unternehmens Melanie Weise zu berichten. „Es war ein langwieriger Prozess“, sagte sie. Die Förderwürdigkeit mussten bewiesen werden, die Entwicklung zu einer gewinnträchtigen Firma aufgezeigt, oder auch Weiterbildungsmöglichkeiten für die Mitarbeiter beschrieben werden, außerdem gehören Anmeldungen für das Gewerbeamt und das Finanzamt zur Firmengründung dazu. „Wir stellten einen Förderantrag bei der Aktion Mensch und erhielten grünes Licht“, freut sich Andreas Zube. Rund 230.000 Euro stellt die Aktion Mensch zur Verfügung und unterstützt damit die Gründung und den Aufbau der Integrationsfirma ICO. Hier werden die fünf bereits ausgewählten Mitarbeiter, die wegen ihrer Behinderung lange Zeit arbeitslos waren, und zwei weitere nichtbehinderte Menschen arbeiten. Ein weiterer Langzeitarbeitsloser soll später noch eingestellt werden.

Zur Zeit wird in dem bisherigen Sozialkaufhaus in der Zschochernstraße noch umgebaut, aber ab 1. August wird es wieder unter neuen Voraussetzungen seine Pforten öffnen. Auf einer Verkaufsfläche von 600 Quadratmeter werden günstige Möbel, Haushaltwaren, Spielzeug, Textilien, Bücher, Schallplatten und Gebrauchsgegenstände angeboten. „Nach wie vor sind wir auf Spenden angewiesen und hoffen, dass uns viele unserer bisherigen Spender auch weiterhin treu bleiben, wie auch viele unserer Kunden“, überlegt Melanie Weise. Doch im Gegensatz zu vorher, könnten jetzt auch Zukäufe von Neuwaren getätigt werden, wie beispielsweise Kühlschränke oder Matratzen. „Darüber bin ich sehr froh“, bekannte sie, „denn gerade bei Matratzen ist doch die Unversehrtheit sehr wichtig“.

Zu den weiteren Betätigungsfeldern der Integrationsfirma gehören auch ein Umzugsservice und Catering. Aus der bisherigen Cafeteria wird ein kleines Café, in dem Platz genommen werden kann. Aufgesucht werden kann die soziale Einrichtung von jedem, und jeder kann hier auch etwas erwerben. „Im Unterschied zu vorher, muss niemand mehr eine Sozialcard oder eine Bescheinigung vorlegen“, erklärt die Geschäftsführerin. „Jeder ist willkommen und falls eine Familie eingekleidet werden muss, so erhalten wir einen Hinweis vom Sozialamt, mit dem es eine gute Zusammenarbeit gibt“, ist sich Melanie Weise sicher.

( Helga Schubert, 27.07.2012 )

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