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Zukunftsfragen geprüft

Zu einer Zukunftsdiskussion trafen sich über 100 Verbandsmitglieder der Volkssolidarität aus Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt während einer Regionalkonferenz im Comma. Dabei stellten die Vorsitzenden der Landesverbände, Leiter und Mitglieder verschiedener Verbandsgremien, Vorsitzenden und Geschäftsführer der Landes-, Kreis-, Stadt- und Regionalverbände sowie Geschäftsführer und Gesellschaftsvertreter der Tochterunternehmen der Volkssolidarität alle Grundsatzdokumente auf den Prüfstand. Neues Gera sprach dazu mit dem Bundesgeschäftsführer Horst Riethausen. Warum ist diese Zukunftsdiskussion so wichtig und welche Fragen stellen Sie dabei in den Mittelpunkt?
Es hat etwas mit unserem Entwicklungsprozess zu tun. Die Volkssolidarität wurde 1945 im Osten Deutschlands gegründet. Damals bestand das Anliegen, soziale Not und Elend nach dem Ende des Krieges zu lindern. Noch heute ist das Leitmotiv des Verbandes Solidarität, aber die Aufgaben haben sich geändert. Und Antworten suchen wir auf die Fragen: Welche Aufgaben stehen vor der Volkssolidarität in den nächsten Jahren? Wie soll künftig das Leitbild der Volkssolidarität und ihre Satzung aussehen? Was muss der Ehrenkodex beinhalten und Wie kommunizieren wir in der Zukunft?
Werden Sie heute schon hier in Gera Ergebnisse erwarten?
Nein, auch das ist ein Prozess. Eine weitere Regionalkonferenz – die heutige ist übrigens die erste überhaupt – wird in Königswusterhausen für die Verbände aus Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern stattfinden. Im nächsten Jahr erfolgen die nächsten Zusammenkünfte, eventuell an den gleichen Standorten, und im November 2014 können die Dokumente zur Bundesdelegiertenkonferenz beschlossen werden.
Wird die Volkssolidarität ihren Charakter als Sozial- und Wohlfahrtsverband verändern?
Nein, das nicht. Das heutige Wirken umfasst noch immer drei Aufgabenbereiche: ein vielgestaltiges Vereinsleben, die sozialen Dienste und das sozial-kulturelle Angebot sowie Sozialberatung und Versorgungsangebote. Nicht zu vergessen, unsere sozial-politische Interessenvertretung. Aber wenn man Zukunft gestalten will, muss man den Rahmen bestimmen.
Jetzt nach 22 Jahren Bundesrepublik fühlen Sie sich auch gesamtgesellschaftlich verpflichtet?
Wir mischen uns in die Politik ein, wenn Sie das meinen. Wir schreiben Stellungsnahmen zu Gesetzesentwürfen, beschäftigen uns mit dem Thema Rentenangleichung Ost und West, artikulieren uns zu verschiedenen Themen auf Bundesebene im Interesse unserer Mitglieder. Immerhin haben wir 244.000 Mitglieder und 17.500 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Welchen Stellenwert nimmt der Kreisverband Gera e.V. der Volkssolidarität ein?
Dass wir die erste Regionalkonferenz hier in Gera durchführen und der Geraer Kreisverband der Ausrichter der Konferenz ist, ist eine hohe Wertschätzung. Er ist nicht nur ein zuverlässiger Verband, sondern hier werden neue Wege gegangen. Kreativität und Risikobereitschaft kann man den Mitarbeitern bescheinigen.
Inwiefern?
Zum Beispiel mit der Betreibung des Clubzentrums Comma. Es ist das erste Mal, dass ein Kreis- oder Ortsverband ein Kulturhaus mit all seinen Erfordernissen unterhält. Kinder, Jugendliche und ältere Menschen können hier zu einem vielschichtigen Programmangebot zusammen kommen. Die Hauptzielgruppe ist 40 Plus, aber auch alle anderen sind willkommen. Demnächst wird hier ein Fest der Generationen durchgeführt. Also, alle Achtung. Wir hoffen dass das Engagement belohnt wird und dass das Konzept sich trägt. 
(Das Gespräch führte Helga Schubert)


( vorstufe, 14.06.2012 )

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