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Im Reich der Kinder und Jugendlichen

In den Räumen vom Jugendhaus Shalom in der Berliner Straße 208 duftet es nach Curry. „Das ist unser Vegan-Kochkurs, der jeden Donnerstag ab 16 Uhr stattfindet“, erläutert Heidi Götze. Die 57-Jährige leitet seit 2006 das Jugendhaus, dessen Träger seit 1992 die evangelische Kirche ist. Doch das Besondere am Shalom: Hier wird offene Jugendarbeit betrieben. Die Kinder und Jugendlichen, die das Haus aufsuchen, haben laut Heidi Götze selten einen religiösen Hintergrund. Sie selbst ist evangelisch.

Bevor die Geraerin, die in Jena Sozialpädagogik studiert hat, in die Jugendarbeit wechselte, arbeitete sie sechzehn Jahre lang in einem Kindergarten. „Das ist die beste Basis für die Jugendarbeit“, sagt sie und lacht. Ohne Regeln geht es allerdings nicht, räumt sie ein. Doch alles zu ernst zu nehmen, funktioniert auch nicht. Und noch eines hat Heidi Götze gelernt: Man kann den Jugendlichen nichts aufdrücken, was sie nicht machen wollen. Aber für jeden bietet das Jugendhaus etwas an.

Der Vegan-Kochkurs ist nur eines der vielfältigen Angebote, die im Shalom stattfinden. Das Jugendhaus hat von montags bis freitags jeweils von 12 bis 20 Uhr geöffnet. „Doch bei Bedarf geht es auch mal länger“, so Heidi Götze. 

Täglich finden Kreativangebote statt. Ob Töpfern, Textilgestaltung oder speziell für Mädchen eine Typberatung oder ein Kurs über gesunde Ernährung - die Auswahl ist groß. Täglich können sich die Kinder und Jugendlichen an einem Musikprojekt beteiligen und mit Flöte, Gitarre, Schalmeien oder Trommel musizieren. Regelmäßig finden Konzerte im Shalom statt. 

Immer montags ab 16 Uhr kann im Jugendhaus beim Kurs „Selbstverteidigung für Kids“ mitgemacht werden. Das Angebot wird gemeinsam mit dem TSV Zwötzen durchgeführt. Wer lieber Schach spielt, ist beim Schachcafé, das ebenfalls immer montags ab 16 Uhr stattfindet, genau richtig. Einmal monatlich werden im Shalom die Skatkarten ausgepackt. Ab 10 Uhr kann hier gespielt werden.

Eine Sache bleibt im Jugendhaus keinesfalls auf der Strecke, wie Heidi Götze verrät: „Spaß hat man hier jeden Tag.“ Die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen bereitet ihr sichtlich Freude. „Das hält mich jung. Schließlich möchte ich ja 104 Jahre alt werden“, sagt Heidi Götze und lacht. Dass sie einmal so alt wird, hat ihr eine Zigeunerin wahrgesagt, verrät sie. Neben ihr verstärken noch zwei Heilerziehungspfleger sowie eine weitere Sozialpädagogin das Team des Shalom. „Wir sind hier wie eine große Familie“, sagt sie. Die Kinder und Jugendlichen schätzen das Team, vertrauen den Mitarbeitern. „Wir bekommen oft Sachen erzählt, die nicht einmal die Eltern wissen“, sagt Heidi Götze. Dass sich die Kinder und Jugendlichen im Shalom wohlfühlen können, sagt auch schon der Name des Jugendhauses. „Das bedeutet so viel wie Willkommen, Herein“, erklärt Götze.

Willkommen heißen möchte das Jugendhaus am Sonnabend, 12. Mai, auch viele Gäste. Unter dem Motto „20 Jahre bunte Vielfalt“ feiert das Shalom das 14. Stadtteilfest gemeinsam mit seinem 20-jährigen Bestehen. Von 14 bis 19 Uhr wartet auf die Besucher ein buntes Programm. Eröffnet wird das Fest durch das Musikprojekt vom Shalom. Weiterhin können Körbe geflochten und Traumfänger gebastelt werden. Die Feldschmiede zeigt ihr Können. Eine Goldschmiedin zeigt, wie Emaillenschmuck angefertigt wird. Ein Höhepunkt ist der Auftritt der drei Tippelbrüder. Der Eintritt ist frei.

Blickt Heidi Götze auf die vergangenen Jahre zurück, stellt sie folgendes fest: „Die guten Jahre haben eindeutig überwogen.“ Und selbst wenn es mal schwer war, handelte die Leiterin nach einem klaren Prinzip: „Rumjammern hilft nicht.“ Auch für die nächsten Jahre hofft sie, dass die Kinder und Jugendlichen die Angebote nutzen.

( Doreen Hotzan, 11.05.2012 )

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