Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

Von grüner Wildnis zum Garten Eden

Es ist ein Beispiel von beispiellosem Engagement und Bürgerwillen. Vor mehr als vier Jahren entstand die Idee, den Garten von Schloss Osterstein wieder erblühen zu lassen. „Während der BUGA war der Garten eine grüne Wildnis. Nach der BUGA haben wir den Entschluss gefasst, den Garten wieder neu zu beleben. Er war, ist und bleibt ein Teil der Geschichte Geras. Wir wollten dieses Erbe den Geraern wieder zugänglich machen“, erklärte Tobias Friedrich, Chef vom BUGA-Förderverein zur feierlichen Eröffnung des Schlossgartens. Die er gemeinsam mit den Vereinsmitgliedern und zahlreichen Gästen am vergangenen Freitag beging. „Uns war klar, dass wir für so ein Vorhaben Geld brauchen. Schnell war die Idee geboren, Schritt für Schritt, Meter für Meter zuverkaufen”, verdeutlichte Friedrich die Idee mittels einzelner Wegemeter das Ziel zu erreichen. Hunderte Spender, 215 von ihnen sind auf einer güldenen Tafel verewigt, haben 42.250 Euro zusammen getragen. So viel war nötig, um die grüne Wildnis von einst, in ein paradisischen Eden von heute zu verwandeln. 

Nachdem 2009 durch einen Wettebwerb der Zuschlag an die Geraer Landschaftsarchitektin Helgard Lesniewski ging, erfolgte im Juni 2011 der Spatenstich. „Mit der Eröffnung des Schlossgartens ist aber unsere Vorhaben noch längst nicht abgeschlossen. Neben der Sanierung der Gartenmauer und fünf Fackelhalter für die Rampe ist das Projekt erst mit einem neuen schmiedeeisernen Tor vollendet. Doch werden wir immer eine Auge auf den Garten werfen. Denn künftig, so ist es mit dem Eigentümer, der GWB Elstertal, vereinbart, werden wir uns um Pflege und Ordnung kümmern”, blickt der Vereinsvorsitzende zuversichtlich in die Zukunft. 

Nicht ganz so weit in die Ferne brauchen jene zu schauen, die sich an der blühenden Pracht des Gartens erfreuen möchten. Ganz in weiß, wie der Adel und das Edle, wird der Garten schon bald in Gänze erstrahlen. „Die weiße Blüte ist etwas besonderes und in Kombination mit grün hat sie eine wundersame Leuchtkraft”, verdeutlicht Helgard Lesniewksi ihre Auswahl nur weiße Blüten und weißblühende Sträucher gewählt zu haben. Neben einer weißblühenden Magnolie, Quitte, Flieder und Rhododendren werden  Stauden, Eberesche und Rosen aufblühen. Seit 1973 lebt die Landschaftsarchitektin in Gera. Ihr gesamtes Berufslebens wirkte sie in Gera. Obwohl es eher zu ihren kleineren Projekten zählt, war es von besonderer Herausforderung. „Diese historische Anlage an einem exponierten Standort mit freiem Blick auf die Stadt zu gestalten, hat mich gereizt”, sagt sie.     

Künftig soll der Schlossgarten zum Entspannen, Bummeln und Genießen einladen und weiterhin eine Bühne für Kunst und Kultur sein. Eine erste Veranstaltung ist am 16. Juni, 16.30 Uhr, geplant. Dann lädt die Musikschule „Heinrich Schütz” zum Benefizkonzert ein.   

Doch nicht nur Vorreiter ist der bis dato einzige Geraer BUGA-Förderverein deutschlandweit, sondern auch Vorbild. So hat sich nun nach der BUGA in Koblenz ein zweiter Förderverein gegründet. „Unsere Stadt ist schön und originell, sie ist eben so, wie wir sie gestalten”, resümierte Bernd Krüger. 

( Fanny Zölsmann, 27.04.2012 )

zurück