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„1. Frühlingsanfahrt Fürst Heinrich”

Die „1. Frühlingsanfahrt Fürst Heinrich“ der Geraer Oldtimerfreunde startet am Sonntag, 6. Mai, 9 Uhr am Waldhaus. Dann geht es in Richtung Weißig, Hohe Reuth, Großebersdorf, Lederhose, Tautendorf, Kreuzstraße, St. Gangloff, Klein- und Groß-Saara und Geißen zurück zur Gaststätte Waldhaus. Die Fahrzeuge werden zwischen 11 und 12 Uhr erwartet. Hier können interessierte Geraer die Fahrzeuge bewundern und natürlich mit den Fahrern ins Gespräch kommen, für die gastronomische Verpflegung ist auch bestens gesorgt. Mit der diesjährigen Frühlingsanfahrt soll an die lange Tradition des Motorsportes angeknüpft werden. Der Name erinnert an Heinrich XXVII. Reuß (1858 – 1928), der selbst ein Fan dieser Sportart gewesen ist.

Bisher haben mehr als 20 Aktive ihre Teilnahme zugesagt, allerdings kann sich ihre Zahl noch erhöhen, da am 27. April Nennungsschluss bei der Kfz.-Innung Ostthüringen in Gera, Puschkinplatz 4, ist. An den Start gehen Automobile, Motorräder und Roller, natürlich alles Oldtimer. Bei den Autos sind die Marken DKW, Mercedes, Fiat, Opel, Wartburg und Trabant sowie amerikanische Straßenkreuzer angemeldet, die Motorrad-Klasse ist u.a. mit den Marken Ardie, BMW, NSU, Imperia, D-Rad, Schüttoff, Messerschmidt, AWO, EMW und MZ vertreten, Roller der Typen Berliner Roller, SR 2, Mofa I und Maico werden erwartet, die Frühlingsanfahrt findet bei jeder Witterung statt. Gera hat in den letzten Jahren nur selten ein so großes Aufgebot von Maschinen gesehen, obwohl es in der Stadt und dem Umkreis viele begeisterte Freunde der Oldtimer gibt, die in vielen Stunden ihre Fahrzeuge pflegen und auf dem neuesten Stadt halten.

Die Aktiven erhalten Pokale und andere Auszeichnungen, auf den Hauptpreis darf sich der älteste Teilnehmer mit dem ältesten Fahrzeug freuen.

Als Oldtimer gelten übrigens Fahrzeuge, die mehr als 30 Jahre alt sind. Laut Kraftfahrbundesamt Flensburg sind in Deutschland 385.000 Fahrzeuge dieser Klasse zugelassen, darunter 33.726 Trabis und 7.485 Wartburgs. Die meisten von ihnen fahren mit „normalen“ Kennzeichen, nur die knappe Hälfte der Fahrzeughalter nutzt das steuergünstige Historienkennzeichen.

Experten unterscheiden vier Erhaltungsgruppen. Der Edelstein unter den Oldtimern wird als „Marktauthentisch“ bezeichnet. Dabei muss es sich um ein komplett originales Fahrzeug handeln, so wie es vom Hersteller ausgeliefert wurde. Lediglich Bereifung, Zündkerzen, Batterie und einige Verschleißteile sind davon ausgenommen. Selbst die Innenausstellung muss sich in originalem Zustand befinden. Für die Gruppe 2 (Original) ist Bedingung, dass das Auto niemals restauriert wurde. Ferner ist ein fortlaufender Besitz- und Eigentumsnachweis zu erbringen. Neu eingebaut werden nur Teile, die unerhebliche Abweichungen zum Original haben, Lackierung und Innenausstattung können nach der ursprünglichen Technik ersetzt werden. In die Gruppe 3 (Restauriert) werden Fahrzeuge eingeordnet, die komplett oder teilweise zerlegt, überholt und wieder zusammengebaut wurden. Zubehörteile können teilweise durch Aggregate der gleichen Spezifikation ersetzt werden. Die Innenausstattung sollte der dem Urzustand angepasst werden. Schließlich kommt noch die Gruppe 4 (Wiederaufbau) in Frage. Experten bauen aus mehreren Fahrzeugen gleichen Typs eine Maschine zusammen, vor allem Innenausstattung und äußeres Bild sollen weitgehend der ursprünglichen Ausstattung entsprechen.

Die Geraer Freunde der historischen Technik haben weitere wertvolle Dokumente zur Geraer Autogeschichte erhalten, darunter ein Foto von Walfried Winkler. Er war 1925 Sieger des zweiten Geraer Motorradrennens und hatte auch im Folgejahr den Siegerplatz belegt. Ein weiteres Foto zeigt seine Maschine. Außerdem wurden auf der Grundlage einer Fotografie die Namen der Geraer Fahrer ermittelt, die sich 1924 und 1925 platzieren konnten. Die Sammlung historischer Belege soll in den Aufbau einer Chronik einfließen, die es bisher noch nicht gegeben hat. Wer noch einschlägige Fotos oder andere Zeitdokumente besitzt und diese leihweise zur Verfügung stellen will, wird gebeten, sich unter der Tel. (0172) 3666271 zu melden.


( Reinhard Schubert, 20.04.2012 )

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