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Das Wohnumfeld besser wahrnehmen

Die Stadtteilmanagerinnen Steffi Nauber für Bieblach und der Träger GWB Elstertal sowie Margitt Böhme für Lusan mit dem Träger Kindervereinigung Gera e. V. können aufatmen. Die Arbeit der Stadtteilbüros ist für 2012 gesichert. Bis jetzt ließen die Förderbescheide auf sich warten, doch nun konnte Baudezernent Ramon Miller den Trägern die Vereinbarungen übergeben. Für das Lusaner Büro tragen der Freistaat Thüringen und die Stadt Gera  jeweils zu 50 Prozent die Gesamtkosten von rund 62.000 Euro über das Thüringer Landesprogramm Wohnumfeldverbesserung in Wohngebieten. Rund 66.000 Euro erhalten das Büro in Bieblach-Ost und die Zweigstelle Bieblacher Hang zu je einem Drittel vom Bund, vom Land und von der Stadt Gera über das Bund-Länder-Programm „Die soziale Stadt“. „Die Stadtteilbüros leisten eine wichtige Arbeit. Sie sind als Motor für einen lebens- und liebenswerten Stadtteil unverzichtbar“, lobte der Baudezernent. Er sei froh, dass die Finanzierung jetzt gesichert sei, so dass die bürgernahe Arbeit, die den Stadtteilen eine eigene Integrität gebe, fortgesetzt werden könne.

Ralf Schekira, Geschäftsführer der GWB Elstertal, hält große Stücke auf „sein“ Stadtteilbüro mit Chefin Steffi Nauber. Informationen und Gespräche mit den Bewohnern und Mietern liefen viel motivierter als das im Unternehmen der Fall sein könnte. Von 2005 bis 2012 wurden im Stadtteil 1.800 Wohnungen abgerissen. Mit viel Geduld und Engagement habe das Stadtteilbüro eine wichtige Aufklärungsarbeit geleistet und das soziale und kulturelle Leben gefördert. Auch für das nächste Jahr sagte er die Eigenleistungen der Wohnungsgesellschaft zu.

„Wir dürften die einzige Kinder- und Jugendhilfe sein, die als Träger für ein Wohngebiet zuständig ist“, meinte Andrea Schramm von der Kindervereinigung Gera e. V. Dabei sei das Stadtteilbüro eine wichtige Anlaufstelle und Ansprechpartner nicht nur für Kinder und Jugendliche, sondern für alle Bürger. Lusan hat noch 24.000 Einwohner. Das sei ein riesengroßer Kontaktkreis mit vielen Interessengruppen, in die sich alle Bürger einbringen können. Schwerpunkt der Tätigkeit des Stadtteilbüros in Lusan ist in diesem Jahr das Stadtteilfest im Juli zum 40-jährigen Bestehen des Wohngebietes, berichtete Margitt Böhme. Sie kündigte viele Aktivitäten für die ganze Familie an. Bereits 26 Vereine hätten  ihre Zusage zum Mitmachen gegeben, sieben Schulen und Vereine wollen am Bühnenprogramm mitwirken. Jeder Bürger könne seine Idee einbringen, rief sie zum weiteren Mitmachen auf. 

Das Stadtteilbüro in Lusan besteht seit 1994, während das in Bieblach 2001 ins Leben gerufen wurde. Steffi Nauber, die bereits seit 18 Jahren im Gemeinwesen tätig ist, fühlt sich von dem Geraer Wohnungsunternehmen gut aufgehoben und unterstützt. Ihre Aufgabe sieht sie darin, den Stadt Bieblach mit Bieblach-Ost und Bieblacher Hang als Ganzes zu entwickeln. Auch in Bieblach werden Stadtteilfeste, Bürgercafé und Aktionen wie der Frühjahrsputz organisiert. Demnächst soll eine kleine Galerie eingerichtet werden. Außerdem wird das Projekt „Aktionsfonds“ weitergeführt. Dabei entscheiden Bürger über Ideen und Vorschläge für die finanzielle Unterstützung von Einzelvorhaben im Stadtteil. 23 Anträge seien für dieses Jahr eingegangen.

Um die Arbeit der Stadtteilbüros auch für 2013 zu sichern, schließen sich Gespräche mit den Trägern an. Baudezernent Ramon Miller will dafür Sorge tragen, dass der Mitleistungsanteil der Stadt Gera in die Haushaltsplanung 2013 einfließt.

( Helga Schubert, 12.04.2012 )

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