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Kunst gegen Komasaufen

Steigender Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen ist ein Thema, das die Gesellschaft nicht mehr ignorieren kann. Jedes Jahr landen laut DAK-Gesundheit mehr als 26.000 Kinder und Jugendliche mit Alkoholvergiftungen in deutschen Krankenhäusern. Und die Dunkelziffer ist erschreckend höher anzunehmen. Trinken gilt als cool. Wer viel verträgt, bekommt Sympathiepunkte. Nach einer aktuellen Studie sollen sich sogar 40 Prozent der Schüler regelmäßig am Rauschtrinken beteiligen. 

Ein gutes Zeichen ist es also, wenn sich Jugendliche selbst kritisch mit diesem Thema beschäftigen. Ein von der DAK-Gesundheit initiierter Plakatwettbewerb gegen das Komasaufen fand regen Zuspruch. Unter dem Motto „bunt statt blau“ hatten sich im Frühjahr 2011 mehr als 12.000 Schüler aus ganz Deutschland im Unterricht mit dem Thema beschäftigt und sich mit bunten Bildern und coolen Sprüchen am Wettbewerb beteiligt. Jetzt gehen die 32 Motive der Landesgewinner und Sonderpreise auf Tour, um über die Gefahren des Rauschtrinkens aufzuklären. 

Die besten Plakate sind auch in Gera zu sehen. Das SRH Wald-Klinikum zeigt bis zum 15. März die große Wanderausstellung. Zur Eröffnung begrüßte der Geraer Chef der DAK-Gesundheit, Yves Böhme, die ersten Besucher und die anwesenden Vertreter des Geraer Krankenhauses, der Stadtverwaltung sowie des Schulamtes Gera. „Auch in unserer Region ist die Zahl der Betroffenen in den vergangenen zehn Jahren stark gestiegen. Wir sehen nicht tatenlos zu und setzen mit „bunt statt blau“ auf Kunst gegen Komasaufen. Denn Verbote lösen das Problem nicht“, sagt Yves Böhme. Deshalb wolle man Jungen und Mädchen selbst zu Wort kommen lassen. „Ein Schock-Plakat von ihnen sagt oft mehr als Info-Flyer oder Vorträge“, findet er. Schulamtsleiter Norbert Seitz findet den Ansatz der Ausstellung gut: „Die jungen Künstler sprechen eine klare und oft drastische Sprache. Die Plakate decken die dunklen Seiten des Alkoholmissbrauchs schonungslos auf.“ 

Die Schirmherrschaft für „bunt statt blau“ hat die Bundesdrogenbeauftragte Mechthild Dyckmans. Ihrer Ansicht nach sei wichtig, dass auch in Schulen über den verantwortungsbewussten Umgang mit Bier, Schnaps und Wein gesprochen werde. Im aktuellen Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung weist sie darum auf die Aktion der DAK-Gesundheit als beispielhafte Präventionskampagne hin. Auch die erfolgreiche Band „Luxuslärm“ unterstützt die Kampagne und wählt im Juni in Berlin den Bundessieger 2012. 

Die Ausstellung in Gera ist von Montag bis Freitag, jeweils 9-18 Uhr für Besucher geöffnet. 

( Christine Schimmel, 08.03.2012 )

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