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Kostengünstiger und soziokultureller

„Jetzt erobern wir auch das Mittelfeld“, zeigt sich Karin Senf, Geschäftsführerin des Kreisverbandes der Volkssolidarität (VS) Gera, in Sachen Clubzentrum „Comma“  etwas kampfeslustig und wartet auch gleich mit einigen der künftig Highlights im Haus in  der Heinrichstraße 47 auf: Country-Club-Ball Ende April, Techno-Party im Mai, Jazzabend, W-LAN-Party, Live-Übertragung der Fußball-Europameisterschaft im Biergarten, der am 1. Mai wiedereröffnet wird sowie Angebote für Studenten, Pokerabende, Lesungen, Kleinkunst und Kabarett. 

Nach Abschluss eines im September 2011 öffentlich ausgeschriebenen Interessenbekundungsverfahrens hat der Werkausschuss Kultur- und Veranstaltungsmanagement (KVG) des Stadtrates am Montag grünes Licht für einen Mietvertrag mit dem Volkssolidarität Kreisverband Gera gegeben. Der ab 01. März 2012 geltende Vertrag wurde im Anschluss an die Ausschusssitzung durch VS-Geschäftsführerin Karin Senf und KVG-Werkleiterin Gisela Pflume im Beisein von Oberbürgermeister der Otto-Dix-Stadt Gera, Dr. Norbert Vornehm und der künftigen Leiterin des Clubzentrums „Comma“, Nina Wunderlich, unterzeichnet. 

„Die Mitarbeiter brennen förmlich von Ideen. Jeden Tag fällt ihnen etwas Neues ein. Ich bin total optimistisch und sehe uns auf einen guten Weg, um das Clubzentrum auch für Schüler und Jugendliche zu öffnen. Es soll ein Treffpunkt für Vereine und Verbände sein, Kunstkurse, Workshops, Hobby- und Künstlermärkte ausrichten“, so die VS-Geschäftsführerin.

Die Ausschussmitglieder sprachen einhellig von einem praktikablen und schlüssigen Konzept, welches ihnen vom Kreisverband der Volkssolidarität vorgelegt wurde.

„Mit diesem Vertrag schaffen wir die Voraussetzungen, das Angebot im Comma attraktiver und zugleich kostengünstiger für die Stadt zu gestalten“, betont der Geras Rathaus-Chef und sieht darin auch die Chance, dass sich das Haus wieder verstärkt für die Soziokultur öffnet, was in den vergangenen Jahren aus finanziellen Gründen zurückgefahren werden musste.

Hintergrund der Ausschreibung war das mit Landesregierung und Landesverwaltungsamt abgestimmte und bis 2020 gültige Konzept zur Konsolidierung des kommunalen Haushalts, nach dem auch der Eigenbetrieb KVG Kosten sparen muss. Da der Vertrag mit dem Pächter der im Comma ansässigen Gaststätte zum 31. Januar 2012 auslief, nutzte die Kommune die Möglichkeit, das gesamte Objekt auszuschreiben. 

KVG-Werkleiterin Gisela Pflume hätte sich über mehrere Bewerber gefreut. Im Vorfeld der Unterzeichnet stellte die KVG-Chefin klar, dass es nicht einfach darum ging, der Volkssolidarität die Nutzung zu übertragen, weil sie einziger Bewerberin war. „Ausschlaggebend für unsere Entscheidung war einzig allein das Betreiberkonzept, mit dem die Volkssolidarität uns überzeugte“, so Gisela Pflume. 

So würden durch den Mietvertrag beispielsweise die Betriebskosten für das „Comma“ gedeckt und so der Eigenbetrieb um jährlich 83.000 Euro entlastet. Die Mitarbeiter würden – wie bisher - im KVG weiterbeschäftigt, womit die Personalkosten bei der Kommune verbleiben, und im Kultur- und Kongresszentrum (KuK) mehrere Kollegen ersetzen, die Altersteilzeit in Anspruch nehmen. Außerdem biete das KuK immer mehr Eigenveranstaltungen und brauche dafür das Personal. Darüber hinaus werde der Eigenbetrieb in Bezug auf das Comma weiterhin mit der Volkssolidarität kooperieren. 

Bisher in privater Hand, jetzt in eigener Regie des Wohlfahrtsverbandes und damit eine zusätzliche Einnahmequelle, die Gastronomie. 

Die Laufzeit des Vertrages liegt bei fünf Jahren. Damit seien nicht nur der technische Betrieb und die Verwaltung des Clubzentrums gesichert, es werden auch alle Verträge der derzeitigen Mieter, etwa des Filmclubs Comma e.V. und der Deutschen Kindermedienstiftung Goldener Spatz, übernommen, versichert Karin Senf. 

( Reinhard Schulze, 01.03.2012 )

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