Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

Ein Netzwerk zwischen Wissenschaft und Wirtschaft

Melanie Weiser ist die erste Deutschlandstipendiatin in Gera. Obwohl sie erst 25 Lenzen zählt, spricht ihr Lebenslauf Bände. Nach ihrer Ausbildung zur medizinisch-technischen Laboratoriumsassistentin an der Staatlichen Berufsbildende Schule für Gesundheit und Soziales in Jena, arbeitet sie seit Juli 2009 als selbige im Institut für medizinische Mikrobiologie in Jena. Neben vielen Praktika nahm sie auch an Fortbildungen u.a. „Gebärmutterhalskrebs-Hintergründe, Diagnose und Therapie” und einigen Wettbewerben z.B. „Jugend forscht” teil. Im Winter 2010 begann sie ihr Studium der Medizinpädagogik an der SRH Fachhochschule in Gera.
Neben ihrem Studium arbeitet sie auf 75 Prozent als medizinisch-technische Laboratoriumsassistentin in Jena weiter, um sich das Studium finanzieren zu können. Völlig selbstverständlich für die junge Studentin, neben Studium und Job auch noch an ihrer ehemaligen Schule zu unterrichten. Nicht selten beginnen ihre Tage 6.30 Uhr und enden nicht vor 22.30 Uhr. Noch lange nicht soll Schluss sein mit der eigenen Bildung. „Nach dem Bachelor 2015, möchte ich den Master und dann den Doktor dranhängen”, schildert die junge Studentin ihre Zukunft. „Genau das wollen wir fördern, diese Motivation, dieses Engagement und diesen Willen sein eigenes Wissen auch an andere weitergeben zu wollen”, erklärt Prof. Dr. Manfred V. Singer, warum gerade sie für dieses Stipendium ausgewählt wurde. Bis März 2015 erhält Melanie Weiser nun 300 Euro zusätzlich.
Im Sommer 2011 rief Prof. Dr. Annette Schavan das Deutschlandstipendium an staatlich und staatlich anerkannten Hochschulen ins Leben. 150 Euro monatlich von privat, 150 Euro monatlich vom Bund. Mit dem Deutschlandstipendium will die Bundesregierung ein neues Signal zur Zukunftssicherung setzen. Ziel sei es, mehr Menschen zu einem anspruchsvollen Abschluss an Hochschulen zu ermutigen, aber auch besonders begabte und leistungsstarke Studenten, unabhängig von ihrem Einkommen, zu unterstützen.
„Nicht alle Hochschulen in Deutschland sind förderfähig”, erklärt Marion Diezel, Assistentin der Hochschulleitung. „Wir haben für 2011 eine Förderquote von 0,5 Prozent auf die Anzahl unserer Studenten bewilligt bekommen. Dies rechtfertigt das eine Stipendium. In diesem Jahr hat sich die Quote auf zwei Prozent erhöht, so dass wir dieses Jahr drei bis vier Studenten ein Stipendium ermöglichen könnten, sofern wir private Förderer finden”, erklärt Diezel.
Peter Carqueville ist der erste Förderer und unterstützt Melanie Weisers Studium mit monatlichen 150 Euro. „Mit Blick auf Jena werfe ich nun hier in Gera meine kleine 1,5 Volt Taschenlampe an, um hier etwas Licht zu machen”, spricht der Geraer etwas metaphorisch, verdeutlicht damit aber zugleich, dass Gera Förderer und Unterstützer braucht, um jungen Menschen in Gera eine Bleibe bieten zu können. Peter Carqueville selbst ist ehrenamtliches Mitglied im Beirat der Fachhochschule, Geschäftsmann und Arbeitgeber für rund 90 Mitarbeiter in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

( Fanny Zölsmann )

( Administrator, 12.02.2012 )

zurück