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Möglichkeiten, die Gera bietet, bekannt und bewusst machen

Am 22. April 2012 wählen die Geraer ihren neuen Oberbürgermeister. Man könnte sagen, "erst" in sechs Monaten können sie ihr Kreuzchen auf dem Wahlzettel zu machen. Man könnte aber auch sagen, "schon" in sechs Monaten haben die Bürger die Chance zu entscheiden, in wessen Hände sie die Geschicke ihrer Stadt für die nächsten sechs Jahre legen. Um den anstehenden Entscheidungsprozess etwas zu erleichtern, haben wir ausführliche Gespräche mit den zwei OB-Kandidaten zu ihren kommunalpolitischen Zielen und persönlichen Gründen für ihre Kandidatur geführt. In den folgenden zwei Ausgaben von Neues Gera finden unsere Leser nun die Interviews mit Dr. Norbert Vornehm und Dr. Viola Hahn. Den Anfang macht der derzeitige Oberbürgermeister unserer Stadt.

Herr Dr. Vornehm, der Wahlkampf ist eröffnet. Mit Dr. Viola Hahn ist eine zweite OB-Kandidatin auf den Plan getreten. Was glauben Sie, warum werden Sie die Wahl gewinnen?

Ich bin 2006 angetreten, um Veränderungen zu bewirken. Die Verwaltung bürgerfreundlich zu gestalten, die Wirtschaft voran zu bringen. Gera sollte weltoffen und bekannt werden.
Wenn ich nach etwas mehr als fünf Jahren zurückschaue, kann ich feststellen, dass wir dabei weit voran gekommen sind. Ich bin mir sicher, dass die Mehrheit der Geraer auch so sieht und Kurs halten möchte.

Wieso treten Sie parteilos an? Sie sind doch SPD-Mitglied.

Ja, ich bin Sozialdemokrat, im nächsten Jahr seit 40 Jahren. In diesem Sinne trete ich also nicht parteilos an. Nach meinem Verständnis habe ich auch Kommunalpolitik unter sozialdemokratischen Grundüberzeugungen gemacht. Das würde sich in der zweiten Wahlperiode auch in keiner Weise ändern. Ich bin aber auch der Überzeugung, dass man auf diesem Weg ganz viele mitnehmen muss. Deshalb will ich unabhängig davon, wo jemand parteipolitisch steht, ihn dafür gewinnen, dass er die begonnenen Veränderungen mitmacht. Ich glaube da könnte es eher eine Schwelle sein, wenn ein OB allzusehr als Parteipolitiker wahrgenommen wird.

Sie sind im Jahr 2006 aus einem gut laufenden Wirtschaftsunternehmen in die Kommunalpolitik gewechselt. Haben Sie gefunden, was Sie gesucht hatten?

Ja, das war eine Herausforderung. Es war ja anfangs nicht meine eigene Idee. Eine ganze Reihe von Kommunalpolitikern hat gesagt: "Sie haben beim GVB und den Stadtwerken so viel bewegt. Wir denken, dass wir dieses Durchsetzungsvermögen auch gut für die gesamte Stadt gebrauchen könnten." Insofern war das mein Motiv, dass ich das, was ich für die kommunalen Unternehmen gemacht habe, versuchen wollte auch für ganz Gera umzusetzen.

Was hat sich dann als das Schwierigste am OB-Job herausgestellt?

Ich bin mit dem Anspruch angetreten, die Stadtverwaltung nach ähnlichen Gesichtspunkten zu führen wie eine Unternehmen. Da hatte ich zu diesem Zeitpunkt über 15 Jahre Leitungserfahrung. Jetzt im Rückblick würde ich sagen, dass das 1:1 nicht geht. Ich bin mehr noch als damals überzeugt, dass es notwendig und richtig war, die Verwaltung umzubauen, den Dienstleistungsgedanken zu verankern. Dennoch ist es so, dass man als Stadtverwaltung auch Genehmigungen erteilt, Gesetze und Verordnungen gegenüber Dritten anwenden muss. Das ist etwas anderes, als nur sich selbst an Gesetze zu halten.
Der zweite Unterschied ist, dass viel mehr als in einem Unternehmen alles Tun öffentlich stattfindet. Das ist ganz wichtig für ein demokratisches Gemeinwesen. Aber nicht alle Beteiligten können damit umgehen.
Der dritte Unterschied ist, dass es einen Stadtrat gibt. Vor meiner Zeit war das Verhältnis zwischen OB und Stadtrat sehr belastet. Das ließ sich erst langsam lösen. Ich denke, dass die Zusammenarbeit inzwischen gut ist. Ich bin regelmäßig in fast allen Fraktionen zu Gast.

(Die Fortsetzung des Interviews lesen Sie auf Seite 7.)

( 27.10.2011 )

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