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Schönster Beruf der Welt

"Sie haben den schönsten Beruf der Welt", hören Standesbeamte sehr oft, aber dass sich mit diesem Beruf noch viel mehr verbindet als Freude, Frohsinn und Feierlaune, das verdeutlichte eine Tagung des Fachverbandes der Standesbeamtinnen und Standesbeamten des Freistaates Thüringen e. V. Rund 200 der insgesamt 410 Angehörige des Berufszweiges in Thüringen trafen sich dieser Tage im Novotel Gera. Im Mittelpunkt standen das in Thüringen eingeführte elektronische Personenstandsregister, das ab 2012 geltende zentrale Testamentsregister, Auslandsadoptionen und Namensbeurkundungen. "Sie sehen, unsere Tätigkeit reicht von der Geburt bis zum Tod" erläuterte die Vereinsvorsitzende Heike Müller Hipper in einem Gespräch. Und da die Anliegen der Menschen, die einen Standesbeamten aufsuchen, sehr unterschiedlich sind, und die Situationen oft nicht die glücklichsten sind, befasste sich ein Thema der Tagung auch mit Stress- und Konfliktbewältigung.
Natürlich sähen es alle Standesbeamten sehr gern, wenn sich ein Paar entschließt, ein offizielles Jawort zu geben, bekannte Heike Müller Hipper. Aber auch dazu würden sie mit den unterschiedlichsten Vorstellungen konfrontiert. Trauungsorte, Reden, Musikauswahl, Trauzeugen, Filmaufnahmen spielen eine große Rolle. "Wir machen ziemlich viel möglich, doch oft müssen wir klarmachen, das der Trauungsakt noch immer eine Amtshandlung ist", schränkte die Standesbeamte die gar zu schrägen Wünsche einiger Brautpaare ein. Trauungen am See, in der Gartenlaube oder am Lieblingstreffpunkt seien nicht möglich. Jede Kommune bietet außer dem Standesamt verschiedene Örtlichkeiten für die Zeremonie an, das sind Schlösser, Burgen oder schöne Villen. In Gera kann man sogar in der Straßenbahn heiraten.
Mitunter möchte der Bräutigam ein paar Worte sagen. Dabei geht es um drei vier Sätze. Aber auch das muss abgesprochen werden. Heike Müller Hipper erinnerte sich an einen Vorfall, der sie etwas peinlich berührt hat. "Der Bräutigam reichte mir eine etwa dreiseitige Rede ein, in der er ziemlich pikante Details über seine Auserwählte schilderte. Das geht natürlich nicht", hatte sie das Ansinnen abgelehnt. Auch der Wunsch der zukünftigen Eheleute, dass ihr Hund die Ringe in das Trauungszimmer bringen sollte, musste die Standesbeamtin ablehnen. Das stoße natürlich nicht immer auf Verständnis. Aber natürlich soll die Trauung der schönste Tag im Leben sein, schloss sie.

( Helga Schubert, 13.10.2011 )

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