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Spendet Blut, um Leben zu retten

Jedes Jahr werden in Deutschland rund 5 Millionen Blutkonserven benötigt. Neben der Verwendung bei einer Transfusion in Folge eines Unfalls mit hohem Blutverlust finden die verschiedensten Blutprodukte einer Blutspende eine vielfältige Anwendung in zahlreichen Disziplinen der Medizin. Blut lässt sich nicht auf künstliche Weise herstellen, sodass die Medizin auf freiwillige Blutspenden angewiesen ist. Wer also zum Blut spenden geht, vollbringt einen Dienst für das Wohl der Allgemeinheit, hilft mit, Leben zu retten.
Am 27. September 2001 wurden im Blutspendezentrum "Haema" in Gera die ersten Blutspender begrüßt. Zu den Spendern der "ersten Stunde" zählte die Geraerin Isolde Kühn. "Frau Kühn kommt seit 2001 regelmäßig mindestens einmal in der Woche zu uns. Klar, dass man sich da auch menschlich näher kennenlernt", erzählt die Zentrumsmanagerin Silvia Rückhardt. Warum die 48-Jährige regelmäßig spendet, begründet sie so: "Anderen Menschen so zu helfen, ist ja eine gute Sache. Man weiß ja nie, ob man selbst einmal darauf angewiesen ist. Gleichzeitig bin ich so unter ständiger ärztlicher Kontrolle und der kleine finanzielle Obolus ist ja auch nicht zu verachten."
323 Termine hat Isolde Kühn in den zurückliegenden zehn Jahren wahrgenommen. Ein Grund für das Haema-Team, sie als treuste Lebensretterin zu ehren. Doch auch sie hatte etwas mitgebracht, ihren von den "Blutengeln" begehrten Schnapskuchen. "Die Mädels und Jungs sind immer so nett, da will ich ihnen zum Geburtstag auch eine Freude machen", sagte sie.
21 Mitglieder zählt das Haema-Team, darunter 3 Ärzte und 2 Auszubildende. 15.000 Blutspenden täglich sind notwendig, um den Bedarf an Blutprodukten in Deutschland zu decken. "Leider spenden nur fünf Prozent der Bundesbürger mehrfach im Jahr freiwillig Blut", so die Zentrumsmanagerin. Dabei tut eine Blutspende nicht einmal weh, vielleicht abgesehen von einem kleinen Piepser und bedarf nur eines geringen zeitlichen Aufwandes. "Eine Spende dauert gerade einmal 10 Minuten. Anmeldung und Untersuchung bei Erstspendern etwa 30 Minuten", so Rückhardt.
Das Tagespensum liegt bei ca. 130 Plasmaspenden, also ca. 103 Liter Blut und 10 bis 15 Blutspenden. Gelistet im Geraer Haema-Zentrum sind ca. 10.000 Spender, von denen aber nicht alle regelmäßig spenden. "Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger zum Blutspenden auf. Blutkonserven sind knapp. Gut zwei Drittel aller Menschen benötigen irgendwann in ihrem Leben Blut, Blutplasma oder daraus hergestellte Arzneimittel", so Silvia Rückhardt.

( Reinhard Schulze, 06.10.2011 )

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