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Liebevolle Pflege für Schwerstkranke

Für das Zuhause, das ihr Sohn im Pflegezentrum am Hofwiesenpark gefunden hat und für die liebevolle Pflege durch das Personal bedankten sich Ingrid und Bernd Körner während einer Feierstunde zum 20-jährigen Bestehen des Wachkomabereiches der Geraer Heimbetriebsgesellschaft (HBG). Ihr Sohn, der verheiratet ist und zwei Kinder hat, habe 2003 einen schrecklichen Stromunfall gehabt und das Bewusstsein nicht wieder erlangt. Zunächst habe die Familie beschlossen, den Kranken zu Hause zu pflegen, doch nach viereinhalb Jahr seien alle mit ihren Kräften am Ende gewesen und bei dem Sohn sei keine Besserung erzielt worden, schilderte Ingrid Körner das Leid, das alle durchgestanden haben. Aus diesem Grund habe sich die Familie entschlossen, ihren Sohn in die professionellen Hände des Personals des Wachkomabereiches des Pflegezentrums in der Neuen Straße zu geben. "Hier ist er sehr gut untergebracht, und sein Gesundheitszustand hat sich leicht gebessert", bedankte sie sich noch einmal, richtete aber zugleich den Wunsch an die Krankenkassen, dass sie für diese Menschen mehr therapeutische Maßnahmen zulassen.
So wie es Familie Körner geht, geht es auch anderen Menschen. Um 27 Wachkomapatienten kümmert sich derzeit das Pflegepersonal in dem Heim. "Wir leben nicht für die Bewohner, sondern mit ihnen", legte die Wohnbereichsleiterin Regina Helgest den Pflegegrundsatz klar. Sie gab einen kleinen Einblick in die Arbeitsweise der Pflegekräfte, die in diesem Bereich tätig sind. Für jeden Patienten wird ein individueller Therapieplan festgelegt, "und wir wollen nichts unversucht, um den uns anvertrauten Menschen, der keine Stimme mehr hat, ins Leben zurückzurufen und ihn am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu lassen", bekannte sie.
Großen Anteil an der Entwicklung des Wachkomabereiches hat die Leiterin des Pflegezentrums Traudel Schlotter. Vor 20 Jahren war sie Leiterin des Kurt-Neubert-Pflegeheimes und hat hier den ersten Wachkoma-Patienten aufgenommen. "Damals war das Neuland für uns", blickte sie zurück. Doch mehr und mehr habe sich das Team weitergebildet und Erfahrung gesammelt. Aus einem Bett wurden zwölf Betten, und 1997 wurde das erste Konzept zur aktivierenden und chancefördernden Pflege erstellt. Heute ist der Wachkomabereich, der 2004 durch die umfangreiche Sanierung des Neubert-Heimes in das Pflegezentrum Neue Straße verlegt wurde, als Regionalzentrum anerkannt und mit sehr gut eingestuft. HBG-Geschäftsführer Wolfgang Reuleke sprach den Mitarbeitern des Fachpflegebereiches Lob und Anerkennung für ihre individuelle professionelle Arbeit aus. Durch das Engagement und die liebevolle Zuwendung der Therapeuten, Ärzte und Pflegekräften werde die Lebensqualität der Bewohner stetig verbessert und die Chance auf Rehabilitationsfähigkeit erhöht, stellt er fest.

( Helga Schubert, 29.09.2011 )

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