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Millionen-Vertrag für ein Kraftwerk

Gera (NG/cs). Die Energieversorgung Gera (EGG) stellt wichtige Weichen für den effizienten und umweltfreundlichen Betrieb des Heizkraftwerkes Gera-Nord: Am Dienstag unterzeichneten EGG-Geschäftsführer André Grieser sowie Vertreter der Siemens AG Klaus Hüttenhofer, Leiter Service Oil & Gas and Industrial Applications, und Christian Laufer, Kaufmännischer Leiter Service Oil & Gas and Industrial Applications, einen Instandhaltungsvertrag für die Gas- und Dampfturbinenanlage Tinz.
Der Vertrag hat eine Laufzeit von zehn Jahren und ein Volumen von rund 11,2 Millionen Euro. Er umfasst bis 2020 jährliche Wartungsarbeiten an den Gas- und Dampfturbinen sowie den Generatoren der beiden Kraftwerksblöcke. Außerdem sind Anpassungen der Anlage vorgesehen, um den ab 2012 verschärften Emissionsgrenzwerten gerecht zu werden. Vereinbart wurde zudem für die Jahre 2013 und 2014 eine Ertüchtigung der beiden Gasturbinen, damit diese länger als ursprünglich vorgesehen in Betrieb bleiben können.
"Dieser Vertrag vereint zwei für uns äußerst wichtige Aspekte: Sicherheit und Flexibilität", sagte EGG-Geschäftsführer André Grieser. Als Kraftwerkshersteller und bisheriger Servicepartner der EGG bringe Siemens viel Anlagenkenntnis und technisches Know-How mit, was einen sicheren Weiterbetrieb gewährleiste. Das zu weitgehend pauschalierten Preisen vereinbarte Maßnahmenpaket mache die Kosten besser planbar. "Gleichzeitig ist der Vertrag äußerst flexibel gestaltet: Wir können die vereinbarten Leistungen anpassen, falls sich wichtige politische oder wirtschaftliche Rahmenbedingungen ändern", erläutert Grieser. Diese Klausel war auch schon dem früheren EGG-Geschäftsführer Bernd Petzold zur Ausschreibung Mitte 2010 besonders wichtig.
Nun könnten der Reaktorunfall in Japan und der mittelfristige Ausstieg Deutschlands aus der Kernkraft eine solche Veränderung schneller bewirken als erwartet. In letzter Zeit spielten im Energiekonzept der Bundesregierung Kraft-Wärme-gekoppelte Erdgas-Heizkraftwerke wie das in Gera kaum eine Rolle. Künftig könnten die flexibel steuerbaren Anlagen dazu dienen, die schwankende Stromproduktion aus erneuerbaren Energiequellen zu ergänzen. "Der neue Instandhaltungsvertrag gibt uns die nötigen Spielräume, diese Chancen auch zu nutzen. Mit Siemens haben wir dafür einen erfahrenen und innovativen Technologiepartner an unserer Seite", so Grieser weiter.
Das Gas- und Dampfturbinenkraftwerk in Gera-Nord wurde 1996 eingeweiht. Es wird mit Erdgas befeuert und erzeugt in umweltschonender Kraft-Wärme-Kopplung Strom und Fernwärme. Das Kraftwerk besteht aus zwei Blöcken. Jeder Block verfügt über einen Generator zur Stromerzeugung, der von einer Gasturbine und einer Dampfturbine angetrieben wird. Zudem liefert in jedem Block ein Heizkondensator Dampf und Heißwasser für die Fernwärmeversorgung. In Spitzenlastzeiten ergänzt das Heizwerk Gera-Süd die Fernwärmeproduktion. In beiden Kraftwerken erzeugt die EGG jährlich 340,9 Gigawattstunden Strom und 341,6 Gigawattstunden Wärme.

( 07.06.2011 )

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