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Flächennutzungsplan genehmigt

Gera (NG). Gera hat einen Flächennutzungsplan (FNP). Der Leitplan, der die künftige Entwicklung der Stadt bis 2020 vorzeichnet, wurde jetzt vom Thüringer Landesverwaltungsamt genehmigt. Allein zwei einzelne Grundstücke sind davon ausgenommen. Es sei eine "schwere Geburt" gewesen, sagte Geras Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm. "Zu Beginn meiner Amtszeit traf ich auf einen Scherbenhaufen eines vom Landesverwaltungsamt nicht genehmigten Plans. Wir haben deshalb einen völlig neuen Anlauf genommen." Nach rund vier Jahren intensiver Arbeit und öffentlicher Beteiligung hatte der Geraer Stadtrat im Januar 2010 die Weichen für die weitere städtebauliche Entwicklung der Stadt gestellt, die jetzt vom Landesverwaltungsamt bestätigt wurde.
Der Flächennutzungsplan sei ein Papier, das die Handschrift vieler trage, anerkennt Dr. Vornehm. Er habe in seinen verschiedenen Entwurfsstadien drei Mal öffentlich ausgelegen und es seien 1.072 Stellungnahmen von Bürgern sowie 186 von Trägern öffentlicher Belange eingeflossen. Auch in den Ausschüssen des Stadtrates sei darum heftig gerungen worden. "Nicht zuletzt haben wir uns lange um eine gemeinsame Einschätzung mit dem Thüringer Landesverwaltungsamt bemüht, wie viele Einwohner unsere Stadt wohl 2020 haben wird, denn das ist der Maßstab für unsere Pläne."
Von dem einen oder anderen Vorhaben habe sich Gera verabschieden müssen, anderes sei der Stadt dafür zugestanden worden. "Dieser Flächennutzungsplan ist ein Kompromiss aus vielen, manchmal widerstreitenden Interessen, mit dem wir leben können und wollen", so der OB.
"Mit dem Flächennutzungsplan wird Planungssicherheit geschaffen, vor allem für künftige Investitionen in Wohn- und Gewerbegebiete", macht Baudezernent Ramon Miller deutlich. Bei den beiden Flächen, die von der Genehmigung ausgenommen wurden, handele es sich zum einen um die Sonderbaufläche Schießplatz Aga, zum anderen um die Gemeinbedarfsfläche der ehemaligen Schule Liebschwitz in der Zwickauer Straße, erläuterte er. Vorerst würden die beiden von der Genehmigung ausgenommenen Areale als "Weißflächen" ohne eine Nutzung markiert. Sie blieben bis zu einem zukünftigen Ergänzungsverfahren offen, in dem auf einem präzisierten Planungsstand die Nutzung festgelegt werde.
Insgesamt enthält der genehmigte Plan weniger quantitatives Flächenwachstum, sondern richtet sein Augenmerk darauf, die gesamträumliche Situation Geras qualitativ zu verbessern. "Damit wird er den zukünftigen Herausforderungen einer abnehmenden Bevölkerung, steigender Anforderungen aus dem Umwelt- und Klimaschutz sowie neuer Wohn- und Standortansprüche der Einwohner beziehungsweise Unternehmer gerecht", betont der OB. Auf innerstädtischen Brachflächen solle qualitativ hochwertiges Wohnen bzw. neues kleinteiliges Gewerbe entstehen, die Plattenbaugebiete würden neue Grünflächen erhalten und so die Wohn- und Lebensqualität erhöhen.
Das Hauptanliegen der Stadt, die wirtschaftliche Basis sichtbar zu verbessern, unterstütze der Plan durch die Ausweisung von gewerblichen Entwicklungsflächen mit hoher Lagegunst. Beispielsweise sind zwölf Hektar an sechs Standorten neu für gewerbliche Ansiedlungen ausgewiesen. Dabei handelt es sich zumeist um innerstädtische Brachflächen. Dargestellt sind u.a. auch 23 neue Wohnbauflächen mit einer Gesamtgröße von rund 30 Hektar. Dabei will die Stadt nach dem Prinzip "Innen- vor Außenentwicklung" auch da v.a. Brachflächen in der Innenstadt bebauen.

( 26.05.2011 )

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