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Verein "Ja - für Gera" drückt auf Tempo zur Stadtentwicklung

Der Verein "Ja - für Gera" präsentiert sich als unerschöpfliche Ideenwerkstatt. Das wurde erneut bei seiner Jahresveranstaltung "Projektentwicklung 2011" sichtbar. Sie fand in bewährter Weise im penta hotel statt, Partner des Vereins. Es hat sich herumgesprochen, dass die zahlreichen Mitglieder, Förderkreismitglieder und Partner, unterstützt von derzeit 145 Geraer Unternehmen und mit Hilfe vielgestaltigen bürgerschaftlichen Engagements die Otto-Dix-Stadt attraktiver und liebenswerter machen wollen. Kernprojekt ist die "Gersche Meile" nach dem Motto "Die Innenstadt muss leben".
Der umtriebige Vereinsvorsitzende Volker Tauchert und sein Team hatten wiederum kreative Gesprächspartner aufgeboten, die den Inhalt des Gedankenaustauschs prägten. Das Projekt "Gersche Meile" zur Entwicklung der Innenstadt mit einem Rundkurs von der Kirche St. Salvator bis Schloss Osterstein umfasst Bauwerke, Wohngebiete mit Umfeld, Gastronomie, Grünflächen und auch - Handelseinrichtungen.
Will der Verein gute Ideen ins öffentliche Gespräch bringen und zur Tat werden lassen, versichert er sich seit längerem der Partnerschaft von Unis, Hochschulen, der Berufsakademie, Gymnasien wie dem Rutheneum, der Hermsdorfer Fachschule für Gestaltung, dem TÜV Rheinland Bildungswerk und weiteren. Stets geht’s darum, von diesen Partnern Anregungen für die Perspektiven Geras zu erhalten. Thema diesmal also: Handel und Wandel in der Innenstadt.
Studenten des Bereiches Wirtschaftsgeographie der Uni Jena unter Leitung des Lehrbeauftragten Ulrich Weibler haben die Studenten Stefan Klotz, Andrè Woelk und Georg Thieme mit Unterstützung der IHK Gera Untersuchungen zum Thema "Einzelhandel und Stadtentwicklung" durchgeführt. Natürlich stießen sie sofort auf den Schwachpunkt des geringen produzierenden Gewerbes in Gera. Nur 69 Betriebe bringen gerademal 50 Prozent der Leistung Jenas, weniger Kaufkraft die Folge.
Demgegenüber ist Gera ist so etwas wie Weltmeister, was die Verkaufsfläche pro Einwohner anbelangt. Zu den knapp 100.000 Einwohnern als potienzielle Käufer vermag die Stadt allerdings 40.000 Käufer von außerhalb anzulocken. Aber, so hart es klingen mag: Es gibt für die Innenstadt offensichtlich bis heute kein schlüssiges Gesamtkonzept für die Handelsentwicklung.
Beispiele dafür: Die durchaus attraktiven 1998 eröffneten Gera Arcaden sind in das Zentrum nicht integriert. Horten und Amthorpassage als Gegenpol sind weggefallen. Die Sorge verödet zusehends. Verschiedene Altstadtgebiete sind de facto zu Einzelhandelswüsten verkommen. Es gibt insgesamt zu wenig inhabergeführte Einzelhandelsgeschäfte. Einheimische und Gäste vermissen einheitliche Öffnungszeiten. Die Studentengruppe hat bei ihren Analysen auch ein Geraer Imageproblem ausgemacht. So würden die Gerschen zum Einkaufen u.a. nach Jena fahren, obwohl das Warenangebot dort kaum anders ist.
Unter die Lupe nahmen die Studenten auch den heruntergekommenen Zschochernplatz. Die jungen Leute hielten u.a. erforderlich die Sanierung der Bausubstanz, die Eröffnung weiterer Geschäfte, die Wiederbelebung des Leumnitzbaches, die Schaffung von Verweilmöglichkeiten. Angeregt wird der Bau eines Glashauses. Vision ist: Zschochernplatz und Zschochernstraße als Flaniermeile.
Der Verein "Ja - für Gera" plant in absehbarer Zeit die offizielle Eröffnung der "Gerschen Meile". Als Beiträge dazu sollen in Angriff genommen werden: Im Rahmen der Musikwochen die Altstadt unter dem Motto "Lust-Genuss-Kultur" am 17. September in Szene zu setzen. Es soll einen "Lauf Gersche Meile" geben. Vorgesehen ist ebenso eine Woche der Begegnung mit Gästen aus verschiedenen Geraer Partnerstädten.
Mit der jetzigen Jahresveranstaltung des Vereins "Ja - für Gera" erfolgte der Start zur Teilnahme an der bundesweiten Initiative "1a Fachhändler". Partner sind in Gera vor allem der Bereich Wirtschaftsförderung der Stadt, IHK, Handwerkskammer und Einzelhandelsverband. Es müssen 16 inhabergeführte Unternehmen bereit sein mitzumachen. 17 haben schon zugesagt. Signal dafür, dass der Handel in der Stadt an Niveau zu gewinnen scheint. Gera als "1a-Einkaufsstadt" - das wäre doch was.

( Harald Baumann, 12.05.2011 )

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