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Wohnungs-Sanierung trotz knapperer Kassen

Über 40 Millionen Mark hat die Geraer Wohnungsgesellschaft (Gewo) im vergangenen Jahr in ihren Wohnungsbestand investiert, davon rund 11,5 Millionnen Mark in die Instandhaltung "Noch nie wurde - wie im vergangenen Jahr - in so vielen Stellen gleichzeitig gebaut", stellte Gewo-Geschäftsführer Horst Richter fest. Das reiche von Lusan über das Ostviertel und Leumnitz bis zum Marktplatz, wo das im Besitz der Gewo befindliche Gebäude der Stadtapotheke sowie die gesamte Westseite des Marktplatzes bis zum "Grünen Winkel" einer Erneuerungskur unterzogen werden

Allerdings stehen im laufenden Geschäftsjahr erheblich weniger Mittel für die Sanierung und Instandhaltung zur Verfügung. Grund dafür sind etwa sechs Millionen Mark an den Erblastentilgungsfonds abzuführen. Das dürfte auch nach der jetzt vorliegenden Novelle der Bundesregierung zu diesem Gesetz so bleiben, es sei denn, die Unternehmen der Wohnungswirtschaft setzten sich mit ihren Korrekturwünschen durch.
Eine weitere Belastung für die Gewo entsteht durch eine sich in der letzten Zeit erhöhenden Zahl der Ablehnung von Rückübertragungsansprüchen. Die bisher von der Gesellschaft nur verwalteten Objekte gehen dann in den Besitz der Gesellschaft über, die ihrerseits 150 Mark pro Quadratmeter als Ablösung zahlen muss. Meist handelt es sich noch um ausgesprochen schlechte Bausubstanz, so dass der Gesetzgeber den finanziellen Handlungsspielraum der Wohnungsunternehmen erheblich einengt.
Die Gewo hat - wie andere Wohnunhsgesellschaften auch - mit einer Zunahme der Mietschulden zu rechnen. Allein im vergangenen Jahr hat die Zahl der Mietschuldner um 300 zugenommen, die Höhe der Mietschulden um 600.000 Mark.
Rund zwei Millionen Mark Miet-rückstände musste die Gewo in den letzten Jahren als "uneinbringlich" ausbuchen.
Belastend wirkt sich aus, dass rund 18 Prozent der Wohnungen am Jahreswechsel leer standen. Realistisch betrachtet sind das allerdungs "nur" zehn Prozent des vermietbaren Wohnraumes. Die Ursachen sind nach Angaben von Richter bei knapp 20 Prozent im Ortswechsel der Mieter zu suchen, aber es spielen auch veränderte Ansprüche an das Wohnumfeld, und Pkw-Stellplätze eine Rolle.
In den neun Jahren ihres Bestehens hat die Gewo knapp die Hälfte ihres Wohnungsbestandes (über 10.500 Wohnungen) modernisieren oder teilmodernisieren lassen. Neben den Wohnungen wurden Treppenhäuser und Gemeinschaftsräume in Ordnung gebracht. Da ist es um so unverständlicher, dass die Gesellschaft in letzter Zeit eine Zunahme des Vandalismus verzeichnet.
Trotz der knapperen Kassen wird aber auch in diesem Jahr planmäßig weitergebaut.

( NG/ert, 11.03.2000 )

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