Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

Geraer Frauenfußball demnächst in Grün-Schwarz

Fans des royal-romantischen JA-Worts werden sich nun auch den Gründungstag des ersten reinen Frauenfußballclubs von Gera gut merken können: SG-Trainerin Martina Klepsch gab das ihre am 29. April, William-und-Kate-Tag, als erste Präsidentin des F.F.C. Gera e.V. und konnte sich dabei immerhin über 26 Damen und Herren freuen, die mit der Abstimmung das Gesamtprozedere ermöglichen. Eine Satzung wurde angenommen. Die Eintragungen in das Vereinsregister und beim Stadtsportbund erfolgen. Bis zum 31. Mai muss die Meldung der Frauenmannschaft an den Thüringer Fußballverband erfolgen, um für Gera den Platz in der Verbandsliga zu bewahren. Sportliche Heimat mit Spiel- und Trainingstätte wird Liebschwitz. Wolfgang Droigk für den Kreisfachausschuss Fußball und der Fachdienst Bildung und Sport der Stadtverwaltung hatten die Vermittlung weg von Zwötzen zum benachbarten SV 1861 übernommen, weil sich dort im Männerbereich zum Saisonende Veränderungen anbahnen, die den Kickerinnen entsprechende Zeiten sichern würden. Droigk verwies zudem auf die da verfügbare Flutlichtanlage für Schlechtwetterjahreszeiten.
Bemerkenswert sind die Zeiträume und konkreten Hoffnungen, die sich die zunächst auf ein Jahr gewählte Vereinsleitung vorstellt: Martina Klepsch (29) erklärte, der FFC solle in etwa acht bis zehn Jahren möglichst neben Jena die attraktive Nummer zwei Thüringens sein, so dass die Mädchen sagen würden, sie möchten gern in Gera spielen. Ab jetzt solle sich etwas Beständiges im Gerschen Frauenfußball entwickeln, ging sie auf vielfache Wandlungen in den zurückliegenden Jahren ein. Ganz offensichtlich steht sie da in der Region nicht allein. Auch Vertreter des Verbandsliga-Spitzenreiters Lok Saalfeld z.B. deuteten Absichten für ihre Ausgründung an. Da hatte die Spielgemeinschaft Gera gerade eine zwischenzeitliche 2:0-Führung bis zum Abpfiff gegen eine 2:4-Niederlage getauscht. Indirekt ist so die Frage nach Aufstiegsabsichten zur Regionalliga geklärt. War sie im Grunde zuvor schon: Kurzfristig nicht! Erst müsse der Unterbau neu geschaffen werden.
Sportlicher Ehrgeiz steckt in dieser Truppe. Darauf lässt Klepsch nichts kommen. Seit dem ersten gemeinsamen Training der Mädels vom 1.FC 03 und der BSG Wismut habe man sich verschworen. Insider sprachen gelegentlich sogar von der "Klepsch-Bande". Gerade über Spielführerin Sabrina Herold fand "Martel" gut in die Rolle einer Integrationsfigur. Nun muss sich Durchsetzungsvermögen auf neue Art beweisen und Klepsch noch etwas mehr Geduld mitbringen, um die lauteren Absichten zu erklären. Bedauerlich ist z.B., dass B-Juniorinnen des FC 03 vorerst lieber beim Männerverein weiterkicken wollen. Der "Frauenfußball Club Gera" bekam dafür vom Landesverband Aufschub signalisiert, um einen Nachwuchsbereich nachzuweisen. Besser wohl: Aufzubauen. Konzentration täte an dieser Stelle gut, knüpfte Stadtsportbundpräsident Dr. Rainer Willms Wünsche auf Höherklassigkeit an. Die Resonanz beim kürzlichen 1. Geraer Mädchenfußballtag unter Regie der Schulsportkoordinatoren, des KFA und FC 03 mit 120 Kickerinnen im Alter zwischen 7 und 17 Jahren zeigte Potential auf. Der FFC möchte werblich gern daran anknüpfen. So könnten vielleicht leistungsorientierte Talente aus Schularbeitsgemeinschaften in Gera und Umgebung hier eine sportliche Heimat unter den Vereinsfarben Grün/Schwarz finden. Darin ermunterte sie auch der Liebschwitzer Ortsteilbürgermeister Michael Schleicher. Er hieß die Kickerinnen im Sportheim willkommen und würde sie gern schon zum Sommerfest in Aktion sehen.

Letzte Heimspiele der Saison 2010/2011 im Stadion Am Steg:
15. Mai, 14 Uhr, SG Gera gegen SC 1903 Weimar
29. Mai, 14 Uhr, SG Gera gegen FF USV Jena III (Saisonabschluss)

( Thomas Triemner, 05.05.2011 )

zurück