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Preise für Trink- und Abwasser ändern sich

Gera (NG/cs). Wie der Zweckverband Wasser/Abwasser Mittleres Elstertal (ZVME) Anfang der Woche mitteilte, sinkt die Wassergebühr in seinem Gebiet rückwirkend zum Jahresanfang um 12 Cent auf 2,03 Euro je Kubikmeter. Gewerbliche Abnehmer zahlen ohne Umsatzsteuer nur noch 1,90 Euro.
Demgegenüber steige die Abwassergebühr für Volleinleiter mit Anschluss an eine Kläranlage (das sind 70 Prozent aller Grundstückseigentümer und rund 90 Prozent der Einwohner) von 1,34 Euro um 0,20 Cent auf 1,54 Euro je Kubikmeter. "Im Thüringer Vergleich ist die Abwassergebühr damit immer noch die Zweitgünstigste. Beim Trinkwasserpreis liegt der Verband jetzt knapp unter dem Durchschnitt im Freistaat", berichtet dazu Geschäftsleiter Thomas Adelt.
Abwasserteileinleiter mit vollbiologischer Kleinkläranlage würden nun 50 Cent je Kubikmeter zahlen - eine Erhöhung um 22 Cent. Für Teileinleiter mit mechanischer Kläranlage betrage die Gebühr pro Kubikmeter jetzt 1,20 Euro (also 67 Cent mehr als bisher). Die Grundgebühren blieben unverändert und werden auch von Teileinleitern wieder erhoben.
Die Gebührenänderungen basieren auf Kalkulationen des Betriebsführers OTWA. Dazu wurden die Annahmen und Ergebnisse der vergangenen vierjährigen Kalkulationsperiode überprüft und Über- oder Unterdeckungen in die neue Kalkulation einbezogen. Dabei würden in den nächsten Jahren steigende Fixkosten für die Weiterleitung und umweltgerechte Behandlung der Abwässer prognostiziert. Hinzu kämen zurückgehende Abwassermengen bei sinkenden Einwohnerzahlen.
Bei den Teileinleitern wirken sich die Kosten der Umsetzung der Thüringer Kleinkläranlagenverordnung aus 2010 gebührensteigernd aus. Um die Belastung für die Gewässer zu vermindern, seien Kleinkläranlagen zu kontrollieren und vom Grundstückseigentümer in den nächsten Jahren dem Stand der Technik anzupassen. Das heiße entweder Neubau oder Erweiterung um eine biologische Reinigungsstufe.
Geringere Gebühren sind für die Fäkalschlammentsorgung von Grundstückseigentümern zu entrichten, die eine Kleinkläranlage haben. Statt 43,74 Euro je Kubikmeter sind es nur noch 34,26 Euro.
Sorgen bereite dem Verband die weiterhin steigende Verschuldung auf mehr als 1.000 Euro je Einwohner. Für viele alte Anlagen aus DDR-Zeiten würden keine Abschreibungen mehr erwirtschaftet. Diese seien aber zu erneuern, wozu man Kreditmittel verwende. "Um diese Entwicklung umzukehren, erwägt der Verband perspektivisch die Abschreibungsmethode zum Wiederbeschaffungszeitwert zu ändern, sobald die nötigen Daten vorliegen", so der kaufmännische Controller Heiner Fritzsche.
Von den Veränderungen sind etwa 145.000 Einwohner im Verbandsgebiet betroffen, dass mit Gera, Bad Köstritz, Weida und Ronneburg insgesamt 39 Gemeinden und Städte umfasst. Nach der noch notwendigen Genehmigung und Veröffentlichung der Satzungen werden die neuen Gebührenbescheide ab Anfang April versandt.

( 03.03.2011 )

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