Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

Die Geraer fahren gerne mit der Straßenbahn

150 Mal um den Erdball sind - statistisch gesehen - Busse und Straßenbahnen des Geraer Verkehrsbetriebes im vergangenen Jahr gefahren. Sechs Millionen Kilometer gegenüber 4,9 Millionen im Jahr 1995, konnte Geschäftsführer Dr. Norbert Vornehm stolz einschätzen. Als ausgezeichnetes Ergebnis des Geschäftsjahres 1999 wertete er in seinem der Presse sehr frühzeitig vorgelegten Geschäftsbereich, dass die Zahl der Fahrgäste trotz sinkender Einwohnerzahl stetig gewachsen ist. Als Vergleichszeitraum nannte er das Jahr 1995. Hier habe der Betrieb seit der Wende den absoluten Tiefpunkt erreicht und man habe einen dramatischen Rückgang hinnehmen müssen. Seit 1996 sei es dann wieder aufwärts gegangen.
Bemerkenswert sei auch, freute sich Dr. Vornehm, dass der Verlust reduziert werden konnte. Beim Zuschußbedarf sei eine Abwärtsentwicklung unverkennbar. Im Nahverkehrsplan des Jahres 1997 hatte die Stadt für das Jahr 2000 einen Zuschuß von 24 Millionen Mark eingeplant. Man sei davon ausgegangen, daß der Mindestbedarf bei 20,5 Millionen liegen werde. "Der wirkliche Bedarf wird voraussichtlich noch nicht einmal halb so hoch sein wie geplant3, stellte der GVB-Chef fest. Er werde bei 11,4 Millionen Mark liegen. "Somit haben wir auch zur Entlastung des städtischen Haushaltes beigetragen3, meinte er zufrieden. Das gute Ergebnis schreibt Dr. Vornehm dem verbesserten Angebot und der effizienteren Arbeit zu. Dazumgehören der Fünf-Minuten-Takt bei der Straßenbahn und der Zehn-Minuten-Talk bei den Bushauptlinien. Mit der Netzreform habe man im Jahr 1996 begonnen. Das Grundprinzip seien leicht merkbare Taktzeiten und einheitliche Hauptverkehrszeiten. Die Einwohner und Gäste Geras honorieren das Angebot und fahren öfters mit Bahn oder Bus. 203 Mal hat sich jeder Geraer im vergangenen Jahr mit diesen beiden Verkehrsmitteln des GVB ans Ziel bringen lassen. 1995 waren es nur 159 Fahrten pro Kopf der Bevölkerung. Damit steht Gera ziemlich an der Spitze, handelt es sich doch um einen Anstieg um 21 Prozent und relativ zur Einwohnerzahl sogar um 27 Prozent, während der Durchschnitt aller Nahverkehrsbetriebe bei Null läge, schätzte Dr. Vornehm ein.

Auf dem Weg in die Eigenwirtschaftlichkeit käme der Betriebnicht um eine Fahrpreiserhöhung vorbei, gab der Geschäftsführer zu bedenken. Die Erhöhung werde aber nicht drastisch erfolgen, versprach er. Gegenwärtig läge die Einnahme pro Fahrt immer noch bei 69 Pfennig, aber eine Mark müsse erreicht werden, um wirtschaftlich zu arbeiten.

Im Angebot sind derzeit der Einzelfahrschein, die Tageskarte und die Stadtkarte. Als Renner habe sich die übertragbare Stadtkarte erwiesen, die es im Abonnement für 44 Mark gibt. Mehr als 16.000 Fahrgäste - knapp 14 Prozent der Einwohner - haben diese Karte abonniert. Damit deckt der GVB die Hälfte seiner Einnahmen.

( NG/hs, 19.02.2000 )

zurück