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Feuerwehr ist Dienstleister

"Zum Ende des Jahres sind sie sehr sichtbar ins Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt und haben großartige Dienste geleistet", dankte Bürgermeister Norbert Hein den Kameraden der Feuerwehr Gera, anlässlich einer Pressekonferenz zur Jahresbilanz.
Die rückläufige Zahl der Brände zeige, dass die Feuerwehr einen guten vorbeugenden Brand- und Katastrophenschutz leiste, so Hein. Auch wenn die Gesamteinsätze von 2010 (1.255) denen von 2009 (1.164) übersteigen, rückte die Feuerwehr nur in 243 Fällen, wegen Brand und damit 55 Mal weniger als 2009, aus. In den restlichen 1.112 Fällen eilten die Kameraden den Bürgern in vielfältiger Weise zu Hilfe, unter anderem wenn sie in Not gerieten, zu Verkehrsunfällen, Sturm-, Wasser- oder Bauschäden, auslaufenden Flüssigkeiten oder Gefahrensituation mit Tieren. Wobei "hier nicht von der sprichwörtlichen Katze auf dem Baum, sondern vielmehr von Insektenschwärmen die Rede ist", erklärte Ludwig Geiger, Leiter des Fachdienstes Brand- und Katastrophenschutz.
Den größten Teil der Hilfeleistungen nimmt jedoch der Bereich "Sonstige" ein. Darunter fallen Arbeiten, wie z.B. das Räumen der Dächer von Eis und Schnee, Eiszapfen, sowie das Entfernen von Dachlawinen. Anhand dieser Aufgaben zeige sich, dass sich die Feuerwehr immer mehr zum Dienstleister der Stadt entwickelt, konstatierte Geiger.
Zu den vielfältigen Tätigkeiten der Feuerwehr zählt auch der vorbeugende Gefahrenschutz. So stellte die Feuerwehr 2010 in den Theaterspielstätten, bei Veranstaltungen im KuK, sowie bei sonstigen Events 275 Brandsicherheitswachen. Dort leisteten 460 Feuerwehrangehörige, davon 135 der Freiwilligen Feuerwehren (FF) insgesamt 1.483 Stunden ab. Die FF sind ein wesentlicher und unabdingbarer Bestandteil der Feuerwehr Gera.
Jede Kommune unterliegt dem Thüringer Brand- und Katastrophenschutzgesetz und es ist die Pflicht einer jeden Gemeinde, den Brandschutz sicher zu stellen. "So muss gewährleistet sein, dass wirksame Hilfe in der Regel in zehn Minuten vor Ort ist. Die Feuerwehr Gera setzt sich aus Hauptamtlichen und den Kameraden der FF zusammen", erläuterte Brandoberinspektor Maik Latzke, Sachgebiet Freiwillige Feuerwehr, gegenüber Neues Gera.
Der Aufbau und die Stationierung der Feuerwehr ist u.a. in der Thüringer Feuerwehr- Organisationsverordnung (ThürFwOrgVO) geregelt. "Anhand der Gefahrenbereiche - in Gera sind es drei - setzt sich die Anzahl und Größe der Fahrzeuge und deren Normbesetzungen zusammen. Nicht nur in Zeiten knapper Kassen ist es die FF, die die hauptamtliche Feuerwehr unterstützt. "Ohne FF gäbe es in Deutschland keinen flächendeckenden Brandschutz" so Brandoberinspektor Latzke.
Auch wenn Gera zwei Stellen bei den hauptamtlichen Kräften einbüßen musste, sind es die elf Freiwilligen Feuerwehren, mit insgesamt 231 Aktiven, welche die noch 140 hauptamtlichen Feuerwehrleute unterstützen. "Ohne die Kameraden der FF könnten wir größere Einsätze nicht bewältigen", erklärte Maik Latzke. "Doch auch jene müssen eine gewisse Mannschaftsstärke vorweisen, um als einsatzbereit zu gelten. Ein Beispiel: Gilt für ein Kleinlöschfahrzeug die Normbesetzung ein Gruppenführer und vier Kameraden muss die FF mindestens die zweifache Normbesetzung sicherstellen. Auch hier kämpfen wir mit dem Problem der Überalterung. Im Alter von 60 Jahren dürfen die Mitglieder in der Regel nur noch beratend, basierend auf ihrer jahrelangen Erfahrung, den aktiven Kameraden zur Seite stehen", so Latzke. Eine wesentliche Stütze der Feuerwehrarbeit sind also die freiwilligen Helfer, die neben ihrer beruflichen Tätigkeit den Menschen in der Not helfen, indem sie insbesondere nachts und am Wochenende abrufbar sind.
Damit die Geraer auch in 2011 auf ihre Feuerwehr vertrauen können, wird u.a. die Sanierung des Flachbaus der Feuer- und Rettungswache Gera-Mitte in der Berliner Straße mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II in Angriff genommen und der Umbau des Feuerwehrhauses in Gera-Söllmnitz fortgeführt.

( Fanny Zölsmann, 27.01.2011 )

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