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Horten hält Einzug bei Biermann

Mit der Vermietung von 8700 Quadratmeter der insgesamt 17 000 Quadratmeter großen Fläche des zukünftigen Biermann-Centers an die Kaufhof Warenhaus AG steht das Projekt in den Startlöchern. Baubeginn soll im Juli sein, und bereits im Oktober 2001 können die ersten Kunden über die Schwellen der zwei Eingänge des Biermann-Centers setzen. Darüber informierten Wolfgang Höger, Geschäftsführer von Horten Gera, Leon Pulwer, Leiter des Biermann-Projektes, und weitere Vertreter der Unternehmen, in einem Pressegespräch. Mit einer Investition von 85 Millionen Mark und weiteren Investitionen der einzelnen Nutzer werden eine Menge Bauleistungen in unserer Stadt gebunden. 40 Shops, Dienstleistungseinrichtungen und Gastronomie sollen neben der Galeria Kaufhof Platz finden.

Leon Pulwer ist sich sicher, daß Gera durch die Errichtung des Biermann-Centers als Einkaufszentrum an Attraktivität gewinnt. Vor 1945 sei das Biermann-Kaufhaus ein nicht wegzudenkender Teil des Stadtbildes gewesen. Das schwebe ihm jetzt wieder vor. Das Center soll das neue Herz Geras werden, das lange und kräftig schlägt. Er verwies auch auf die Schaffung von 300 Arbeitsplätzen, vornehmlich für Frauen, und von Ausbildungsstellen. Mit dem ehemaligen Kaufhaus könne man damit allerdings nicht konkurrieren. Es habe 400 Angestellte und 200 Lehrlinge beschäftigt, erinnerte Leon Pulwer an die Blütezeit der Handelseinrichtung.
Architekt Peter Reuss weiß von vielen Beratungen mit dem Biermann-Enkel zu verschiedenen Konzepten. Nun sei mit der Vermietung der Kaufhof-Galeria der Knoten geplatzt. Für ihn ist die Lage ein Filetstück in der Geraer Innenstadt, trotzdem müßten die Geraer Einzelhändler keine Befürchtungen hegen. Er glaube an eine Sogwirkung.
Nach Schilderungen des Architekten wird das Biermann-Center vier Geschosse und zwei Eingänge haben. Der Bau ist so angelegt, dass auch über die Fußgängerzone Sorge und den Zentralen Platz ein ebenerdiger Eintritt möglich ist. Ein weiterer Eingang wird sich am Museumsbereich befinden. Die Straßenbahntrasse verbleibt außer einer Kurve in ihrem bisherigen Verlauf mit der Steigung zur Johannisstraße. Allerdings wird der Schienenstrang für einen Tunnel unterquert. Hier befinden sich Lade- und Entladungszonen. Die jetzige große Stufenanlage am Kultur- und Kongreßzentrum gehört dann der Vergangenheit an. Eine bessere Fußläufigkeit von der Sorge via ehemalige Bachgasse ist angesagt. Parkmöglichkeiten hält dann das Parkhaus am KuK bereit.
Seit 1993 verfolge die Stadt in zurückhaltender Weise die gesamte Projektentwicklung, bekannte Oberbürgermeister Ralf Rauch. Nun begrüße er die Entscheidung. Bereits jetzt kämen schon viele Auswärtige, um in Gera einzukaufen. Der Oberbürgermeister fand seine Meinung in vielen Autokennzeichen, die er am Dreikönigstag in der Stadt sichtete, bestätigt. Einen weiteren Schub erhofft er sich von der Eröffnung der Amthorpassage. In der Mitte zwischen diesen beiden Einrichtungen, zwischen Sorge und Heinrichstraße, muß etwas stehen, ist er sich sicher. Und für das wegfallende Buschwerk am Hang, versprach er Bäume am Johannisplatz, der ebenfalls neu gestaltet wird und ein Denkmal erhält. Was mit dem jetzigen Horten-Kaufhaus auf der Sorge geschieht, weiss zur Zeit niemand zu sagen. Das Gebäude gehört seit Neuestem der Metro-Gruppe. Der Oberbürgermeister weiss, dass verschiedene große Textilhäuser Interesse bekundet hätten, aber es sei noch kein Hauptnutzer gefunden. Er wolle sich dafür einsetzen, dass das Haus nicht lange leersteht, versprach er.

( NG/hs, 22.01.2000 )

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