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Vollauslastung des Recyclingzentrums in Untitz

Die Geraer Umweltdienste GmbH (GUD) hat ihr bereits 1994 in Betrieb genommenes Recyclingzentrum in Untitz um zwei weitere optische Sortiermaschinen und ein Aufgabegerät erweitert. Damit verfügt das Unternehmen jetzt über sechs Sortiermaschinen. Die Investition in Höhe von 725.000 Euro ist die größte Einzelinvestition seit Bestehen des Unternehmens. Sie schafft die Grundlage dafür, dass ab kommendem Jahr bis zu 40.000 Tonnen Leichtverpackungen pro Jahr sortiert und der Wiederverwendung zugeführt werden können. Der Inhalt der "Gelben Säcke bzw. "Gelben Tonnen" von nahezu 1,5 Millionen Einwohnern kann damit bearbeitet werden.
Die Vollauslastung der Untitzer Anlagen wird möglich, weil die GUD bei der Ausschreibung des Dualen Systems Deutschland (DSD) den Zuschlag für 17 Landkreise Thüringens erhalten hat, darunter für die großen Städte Erfurt, Gera, Jena, Eisenach, Gotha und Suhl. Hinzu kommt die Sortierung von Leichtverpackungsabfall aus Bayern, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Gemeinsam mit Stadtwerke-Vorstand Udo Gantzke und Geschäftsführer Jens Heinig von der Veolia Umweltservice GmbH hatte GUD-Geschäftsführer Ulrich Fischer die neuen Maschinen in Betrieb genommen.
In der Anlage sind gegenwärtig rund 60 Mitarbeiter tätig. Aus den angelieferten Leichtverpackungen werden 13 verschiedene Wertstoffe sortenrein gefiltert, getrennt und einer erneuten Verwendung zugeführt. Die komplizierte Technik ermöglicht eine Reduzierung der bisher aufwändigen Handsortierung und spart einen kompletten Arbeitsschritt ein. Die Zahl der Mitarbeiter wird aber trotzdem um vier bis fünf erweitert.
Ein weiterer Vorteil der erweiterten Anlage besteht darin, dass die Wertstoffe noch genauer aus dem Verpackungsmüll gefiltert werden kann. Um rund zehn Prozent sollen die Sortierreste sinken. Wie Ulrich Fischer informierte, bleiben gegenwärtig noch etwa 30 Prozent des Mülls nach der Sortierung übrig und müssen in Thermischen Verwertungsanlagen verbrannt werden. Sie werden zwar zu Strom, Fernwärme und Schlacken für den Straßenbau verwendet, der Transport nach Zorbau und die Verbrennung selbst verursachen aber hohe Kosten.
Die genauere Sortierung vermindert eine Belastung der Umwelt, bringt einen höheren Erlös aus dem Verkauf der Wertstoffe und reduziert den Restmüll, den die GUD entsorgen lassen muss. Die Nutzer der "Gelben Tonnen" können diesen Prozess unterstützen, indem sie Behältnisse sinnvoll nutzen und Restmüll konsequent in die dafür vorgesehenen speziellen Tonnen entsorgen.
Die Untitzer Anlage kann die unterschiedlichen Kunststoffarten sortenrein trennen, außerdem werden Papier, Pappe, Eisenmetalle sowie Aluminium herausgefiltert. Aus den Kunststoffen werden z. B. Profile, Blumen- und Getränkekästen, Rohre, neue Folien und Fensterrahmen hergestellt. Ein Teil des gewonnenen Materials, vor allem Mischfolien, können durch die Industrie auch durch die Rückführung in gasförmige Ausgangsbestandteile als Ersatz für Schweröle in Hochöfen eingesetzt werden. Alle Eisenbestandteile werden eingeschmolzen und nahezu restlos verwertet, Aluminiumreste sind ebenfalls sehr gesucht und können von der einschlägigen Industrie zur erneuten Verwendung aufgearbeitet werden.

( Reinhard Schubert, 11.11.2010 )

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