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50-Jährige feiert mit vielen Ideen

Ein ganzes Jahr Geburtstag feiern will die Musik- und Kunstschule "Heinrich Schütz" in Gera. "Wir wollen jeden Monat einen Höhepunkt anbieten und den Fachbereichen die Möglichkeit geben, sich ein- oder zweimal vorzustellen. Wir haben so viele Ideen", bekannte die stellvertretende Schulleiterin Kornelia Funda, "und dazu brauchen wir mindesten ein halbes Schuljahr". Das Festkonzert findet allerdings am 16. Mai im Konzertsaal statt.
Seit 50 Jahren besteht die Musikschule in Gera. Gegründet wurde sie als Volksmusikschule, und das erste öffentliche Konzert fand am 24. Januar 1954 im Haus der DSF am Geraer Marktplatz statt, weiß Schulleiter Dr. Bernd Ehrhardt. Seit dieser Zeit wurden rund 10.000 Schülerinnen und Schüler ausgebildet. Auch Oberbürgermeister Ralf Rauch war einer von ihnen. Er erinnert sich gern an die sechs Jahre seiner Musikschulausbildung auf dem Violoncello. Er habe sogar im Jugendsinfonieorchester mitgespielt, verriet er im Pressegespräch. Er versicherte, dass die Schule einen festen Bestand in der Stadt habe und sie so weiter zu entwickeln ist wie der wachsende Bedarf es fordert.
In fünf Jahrzehnten hat die Schule an mehreren Standorten gewirkt, zog von der Goethestraße 5, in die Sturmstraße 1, dann in die Lusaner Straße 7, zurück zur Goethestraße 1 a und ist seit 1996 am Biermannplatz 1 ansässig. Hier besuchen rund 1100 Musikschüler den Unterricht und werden von 23 hauptamtlichen sowie 33 Honorarlehrern betreut. Hinzu kommen 120 Schüler im Bereich Angewandte und Bildende Kunst, denn seit 2002 wurde aus der Musikschule, die Musik- und Kunstschule. Dieser Unterrichtet findet in den speziell dafür eingerichteten Räumen des ehemaligen "Jojo" in Lusan statt.
Zehn Jahre hat Studienrat Dr. Bernd Ehrhardt die Leitung der musischen Institution inne, der zu Anfang auch selbst drei Jahre Schüler war. In einem kurzen Abriss zählt er die einzelnen Etappen auf. Hätten zur Gründung im Jahr 1954 Volksmusikinstrumente und Gruppenunterricht im Vordergrund gestanden, sei in der DDR 1962 begonnen worden, die Ausbildung für Orchesterinstrumente und den Einzelunterricht zu fördern. Die Geraer Einrichtung durfte sich Musikschule nennen und stieg 1976 zum Rang einer Bezirksmusikschule auf. Sie hatte damit auch bezirkliche Aufgaben zu erfüllen, war neben dem Sitz der Bezirksfachberater auch für Entwicklung von Musikschulen in den Kreisstädten verantwortlich. Nach der Wende arbeitet die Musikschule als kommunale Einrichtung. Mit dem Eintritt in den Verband deutscher Musikschulen wird nach deutschlandweit gültigen Lehrplänen gearbeitet. Besonders Begabte werden ebenso gefördert wie Hobbymusikanten. "Und das Alter spielt keine Rolle - zwischen zwei Jahren und dem Rentenalter", schmunzelt der Schulleiter. Je früher allerdings die Kinder an Musik herangeführt werden, desto besser, ist er sich sicher. Musik fördere die Persönlichkeit, erhöhe die Konzentrationsfähigkeit und die Ausdauer. Musik verhelfe aber auch dazu, Selbstkritik und Gemeinschaftssinn zu lernen und zur Entwicklung von Emotionen und des Intellekts beizutragen, zählte er begeistert auf. Diesen Zielen habe sich die Musik- und Kunstschule verschrieben.

( Helga Schubert, 30.01.2004 )

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