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Persönlicher Verdienst vom Bundespräsidenten geehrt

Dr. Joachim Hensel, Schulleiter des Goethe-Gymnasiums/Rutheneum seit 1608, erhielt am Montag dieser Woche mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande eine der höchsten Auszeichnungen der Bundesrepublik. Damit ehrte man ihn für sein über das normale Maß hinausgehenden Einsatz für das Gymnasium und damit der Stadt Gera. "Ich fühle mich geehrt und bin stolz. Gleichzeitig bin ich voller Demut, weil ich weiß, dass es in Deutschland viele Menschen gibt, die im Beruf Herausragendes leisten und sich dazu ehrenamtlich engagieren, aber dafür keine solche Auszeichnung bekommen", sagte Dr. Hensel unserer Zeitung einen Tag nach der feierlichen Verleihung in der Thüringer Staatskanzlei in Erfurt. Dort hatte ihm Kultusminister Christoph Matschie im Namen des Bundespräsidenten die Ehrung überbracht.
Die Urkunde selbst trägt jedoch noch die Unterschrift des früheren Bundespräsidenten Horst Köhler. Schließlich hatte der Schulförderverein des Goethe-Gymnasiums/Rutheneum seit 1608 ihren Schulleiter schon gleich nach der großen 400-Jahrfeier der Schule im Jahr 2008 für die Auszeichnung vorgeschlagen. "Allerdings habe ich dann gar nicht mehr daran gedacht", sagt Dr. Hensel. Die Überraschung war dann groß, als der Brief der Staatskanzlei Anfang Juni ankam. "Meine Frau hat mich auf Arbeit angerufen, dass dieser Brief für mich gekommen ist. Zu dem Zeitpunkt war ich gerade in einer Beratung. Kaum hatte ich aufgelegt, war allen klar, das etwas Schönes passiert sein muss", erinnert er sich. So waren auch Kollegen die ersten Gratulanten.
Dr. Hensel ist dem Förderverein sehr dankbar. In erster Linie dafür, dass mit dem Bundesverdienstkreuz auch die Arbeit des Schulfördervereins einmal gewürdigt wird. Zwar sei er seit 1982 am Goethe-Gymnasium/Rutheneum seit 1608 tätig und seit 1989 Schulleiter, doch die stetige Entwicklung des Fördervereins und somit der Schule habe man allen dort wirkenden Menschen zu danken. Gemeinsam habe man einen leistungsstarken Verein geschaffen, der Schüler aus sozial schwachen Familien ermögliche, an Schulausflügen usw. teilzunehmen. Wichtig sei für Dr. Hensel weiterhin, die unterschiedlichen Jahrgänge (ab Abiturjahrgang 1924) zu vereinen und über ihren Schulaustritt hinaus für ihre Schule zu begeistern. "Derzeit hat der Verein rund 300 Mitglieder, von denen sich rund 150 sehr großzügig finanziell einbringen."
Mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes möchte Dr. Hensel keineswegs in seinem Engagement kürzer treten. Im Gegenteil, an den Kampf um den Campus Rutheneum und damit bessere Arbeitsbedingungen für Schüler und Lehrer möchte er "keine Luft lassen. Ohne Rücksicht auf Personen oder Amt möchte ich die Sache durchsetzen". Der Erfolg seiner rund zehn Jahre dauernden Bemühungen um das Großprojekt sei für ihn das größte Ziel, blickt der Schulleiter optimistisch in die Zukunft.

Anmerkung des Herausgebers Dr. Harald Frank:

Der Förderverein des Rutheneums hat Dr. Joachim Hensel wegen seiner Verdienste um den schulischen Unterricht, um die Ausbildung junger Menschen und um die integrative Wirkung über die Generationen hinweg zu dieser Auszeichnung vorgeschlagen. Ich bin als Bürger dieser Stadt und langjähriger Freund von Joachim Hensel zutiefst enttäuscht über das Verhalten unseres zugereisten Oberbürgermeisters, Dr. Norbert Vornehm. Das Verfahren einer Bundesverdienstkreuz-Verleihung sieht vor, dass auch der Chef der örtlichen Verwaltung eine Einschätzung abgibt. Dr. Vornehm hat der Ehrung von Dr. Hensel seine Zustimmung schriftlich verweigert. Ich danke ausdrücklich der Landesregierung und den dort handelnden Personen, dass sie dieser kleinkarierten und unserer Stadt unwürdigen Meinung (Haltung?) nicht gefolgt sind. Die Pressestelle im Rathaus war trotz wiederholter Nachfrage zu einer Stellungnahme nicht bereit.

( Christine Schimmel, 02.09.2010 )

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