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"Sportlicher Zeitplan" als Ansporn

Ab sofort wirbt das Kunsthaus Gera mit einem eigenen Logo für das ehrgeizige Projekt. Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm, Gründungsbeauftragter Frank Siegmund und Kuratoriums-Vorsitzender Prof. Klaus Hekking zeigten sich zur Pressekonferenz optimistisch, den "sportlichen Zeitplan" zu halten - und im Dezember 2011 pünktlich zum Dix-Geburtstag das große Kunstmuseum zu eröffnen. Beginnen werde man am 1. März nächsten Jahres. Dann folge die achtmonatige Bauzeit, für die hiesige Firmen die Ausführung der Planungen gewährleisten.
Der Oberbürgermeister machte zudem deutlich, dass die städtischen Eigenmittel für das Kunsthaus tatsächlich bereit stünden. Schließlich habe man diese rund 800.000 Euro schon im vergangenen Jahr beschlossen, also unabhängig von der derzeitigen Haushaltsdiskussion 2010. Auch die Beschaffung der 1,5 Millionen Euro privater Förderer liefe sich mehr als gut an. Die Spendenzusagen beliefen sich bisher schon auf einen mittleren sechsstelligen Bereich. Geklärt müsse lediglich noch, aus welchen Fördertöpfen der Freistaat seine Zuwendungen fließen lasse. "Dass Mittel vom Land kommen müssen, ist allen klar", so Dr. Vornehm.
Bestätigend wertete er in diesem Zusammenhang auch die Bereitschaft von Katrin Göring-Eckardt, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, sowie Christian Carisu, Thüringens Minister für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, sich im Kuratorium zu engagieren. Dies sei "ein wichtiges Signal der Landesregierung".
Auch Prof. Klaus Hekking unterstrich, dass man seit Gründung des Kuratoriums schon eine ansehnliche Spendensumme habe auftreiben können. Nun soll ein von Frank Siegmund erarbeitetes Sponsoren-Konzept die Voraussetzung für gezielte Aquise schaffen.
Im europäischen, ja sogar internationalen Zusammenhang denkt Dr. Hans-Jürgen Buderer von den Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim, wenn er sich mit den Ideen zum Geraer Kunsthaus auseinander setzt. Seiner Ansicht nach, habe Gera mit dem Haus ein "unglaubliches Potential", um die Stadt als kulturelles Zentrum der Region mit überregionaler Wirkung auszubauen. Mit der Belebung des von Stararchitekt David Chipperfield erbauten Hauses könne man die Vielfalt kultureller Möglichkeiten in Gera ausbauen. Die Stadt habe dann die Chance, ihr bereits bestehendes hohes Niveau der Kulturlandschaft - mit u.a. Art Deco, Fotografie und einer umfassenden Sammlung von DDR-Handzeichnungen - mit Otto Dix im Zentrum auf internationalen Rang zu heben. Mit Schaffung optimaler konservatorischer Bedingungen seien die Tore geöffnet für wissenschaftliche Forschung, Forum privater Sammler und intensiver Kommunikation mit internationalen Museen.
Für Unverwechselbarkeit sorgt nun schon einmal das neue Kunsthaus-Logo, dass unter neun Entwürfen von vier Thüringer Agenturen ausgewählt worden ist. Die Entscheidung fiel auf die Arbeit des Weimarer Grafikers Stefan Trebbin.

( Christine Schimmel, 02.09.2010 )

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