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Kunstwerk von Herbert Enke bald in neuem Glanz

Gera (NG). In neuem Glanz wird sich bald das Kunstwerk "Die geometrischen Grundfiguren Kreis, Dreieck, Viereck" von Herbert Enke präsentieren. Die dreiteilige Großplastik aus Metall, die ihren Platz seit 1968 auf der Freifläche vor der Gewerblichen Berufsschule in der Eiselstraße hat und sich seit Jahren in desolatem Zustand befand, wird derzeit grundlegend saniert. Das Geraer Unternehmen Klefler Sandstrahl- & Drucklufttechnik hat sich bereit erklärt, die Arbeiten kostenlos zu übernehmen. "Wir sind ein ortansässiger Betrieb, der bundesweit Anlagen baut. Die Sanierung eines Kunstwerkes, noch dazu kostenlos, ist etwas, das nicht allgemein üblich ist", begründet Firmenchef Karl-Heinz Klefler sein Engagement.
Damit steht er nicht allein. Nachdem bei einem Bürgerforum im Mai 2009 der desolate Zustand der Skulptur zur Sprache kam, sprach sich die Stadtverwaltung für die Rettung des Werkes aus. Doch weder damals, noch in diesem Jahr hätte die Kommune die zwischen 9.500 und 19.000 Euro geschätzten Kosten aufbringen können. SPD-Stadträtin Sigrid Müller nahm sich der Sache an, holte die Zentrale Grundstücks- und Gebäudewirtschaft Gera als Hausherrn der Gewerblichen Berufsschule, den Fachdienst Stadtgrün und die in Gera lebende Tochter des Künstlers, Gudrun Langheinrich, ins Boot.
Mit dem Angebot Ende Juli von Karl-Heinz Klefler, die Sanierung zu übernehmen, wurde alles ganz anders. "Die Idee, das Kunstwerk vor Ort und trocken abzustrahlen, war nicht realisierbar", erläutert der Experte, der für die Arbeiten zwei Fachkräfte abstellte. Die Belastung für die Bewohner der umliegenden Häuser wäre zu hoch gewesen. Inzwischen wurde das Kunstwerk abgebaut und in die Werkhalle transportiert. Dort wurden die Segmente mittels Stahlkies sandgestrahlt, durchgerostete Stellen repariert, fehlende Teile ergänzt. Eine "Kur" erhalten auch die drei goldfarbenen Elemente Kugel, Sonnenuhr und Fahne.
Bis Ende August könnten alle Arbeiten erledigt sein, blickt Karl-Heinz Klefler voraus. Sobald die Fundamente durch die kommunale Elstertal-Infraprojekt ebenfalls saniert sind, soll die Großplastik "für mindestens weitere 40 Jahre", so Klefler, wieder an ihren angestammten Platz zurückkehren. Sie gehöre zum Stadtteil Debschwitz und passe dorthin, "auch wenn sie nicht jedermanns Geschmack ist. Ohne Kunst geht’s nicht im Leben".
(Spendenkonto: Geraer Bank, BLZ 83064568, KNR. 0103246582, Kennwort "Kunstwerk")

( 26.08.2010 )

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