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DDR-Mark, D-Mark, Euro

"Damals war alles Neuland, auch im Bankgeschäft", erinnert sich Renate Axmann, Mitarbeiterin der ersten Stunde, zurück. Nicht nur politisch und gesellschaftlich veränderte sich alles nach dem Mauerfall ’89. Mit der Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion am 1. Juli 1990 wurde das alte System der DDR überworfen. Statt Planwirtschaft soziale Markwirtschaft und westdeutsches Arbeitsrecht, statt DDR-Mark nun die D-Mark, zumeist getauscht im Verhältnis 2:1.
Nachdem die Deutsche Kreditbank im April ’90 den Geschäftsbankenanteil der Staatbank der DDR übernahm, folgte am 1. Juli die Einführung des Privatkundengeschäftes, so auch in Gera. "Auch wenn der schnelle Wandel gute Chancen versprach, stellte er die Mitarbeiter aber auch die Kunden vor große Herausforderungen. "Binnen sechs Monaten absolvierten wir zehn bis 15 Seminare, in denen wir uns das notwendige Wissen aneigneten, um unseren Kunden wieder als kompetente Berater zur Seite stehen zu können", so Renate Axmann. "Bis Ende 1990 wurden rund 3.000 Mitarbeiter in den östlichen Bundesländern weiterqualifiziert. Bereits 400.000 Kunden konnten wir bis dahin als Privatkunden gewinnen", ergänzt Jana Schwarz, Leiterin des Investment & Finanz-Centers. In den ersten zwei Jahren nach der politischen Wende investierte das Kreditinstitut rund 3,5 Mrd. D-Mark in die Ausbildung der Mitarbeiter, in die Infrastruktur der Geschäftsstellen und die technische Ausstattung der Filialen. Aber nicht nur nach "innen" sei investiert worden. Von 1990 bis 1992 vergab die Deutsche Bank Kredite in Höhe von 18 Mrd. D-Mark auf eigene Rechnung an Privat- und Geschäftskunden. "Damals war es wichtig die Wirtschaft anzukurbeln, auch wenn wir nicht immer die Sicherheit des Kreditnehmers hatten", so die Filialleiterin, die seit 1992 im Unternehmen tätig ist.
Desweiteren legte das Finanzcenter in den letzten Jahren großen Wert auf gesellschaftliches Engagement und vergab rund 30 Millionen Euro Fördermittel u.a. mit den Kampagnen "Land der Ideen" und "Kinder zum Olymp". Aber auch in den eigenen Nachwuchs wolle man weiter investieren. So garantiert die Filialleiterin eine fundierte Ausbildung mit Perspektiven.
"In 20 Jahren hat sich viel geändert, so ist das Banking für den Privatkunden bequemer, einfacher und schneller geworden. Mit Blick auf die regionale Wirtschaft haben sich in den letzten Jahren trotz mancher Rückschläge viele erfolgreiche Selbstständige und mittelständische Unternehmen etablieren können", resümiert Jana Schwarz.

( Fanny Zölsmann, 25.06.2010 )

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