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37 Prozent sterben am Schlaganfall

Rund 200.000 Menschen erleiden jährlich einen Schlaganfall. "Gut ein Drittel der Betroffenen sterben, ein weiteres Drittel behält bleibende Behinderungen zurück", zählt Dr. med. Kathrin Lesser, Oberärztin der Klinik für Neurologie im SRH-Waldklinikum die schwerwiegendsten Folgen der dritthäufigsten Todesursache in Deutschland auf. "Auch wenn das Schlaganfallrisiko im Alter steigt, so sind auch jüngere Menschen zunehmend betroffen", warnt die Ärztin zu leichtfertig mit dieser Krankheit umzugehen.
Aus diesem Grund veranstaltet die Klinik für Neurologie im Rahmen der Initiative Thüringen gegen den Schlaganfall "Jede Sekunde zählt" einen Schlaganfalltag am Montag, 10. Mai, in den Gera-Arcaden. "Fachärzte, Pflegepersonal und Therapeuten werden vor Ort sein, Fragen beantworten und auf die Risiken eines Schlaganfalls hinweisen. Wir wollen aber vor allem die junge Generation erreichen, denn laut einer Studie wissen gerade die 20- bis 30-jährigen nicht über Symptome, Ursachen und Folgen eines Schlaganfalls bescheid", so die Oberärztin. Zudem haben Besucher die Gelegenheit u.a. einen Schlaganfallrisiko-Test, eine Ultraschalluntersuchung der Halsschlagadern sowie Blutdruckmessungen durchführen zu lassen. "Um einen Schlaganfall zu vermeiden, sind normale Blutdruckwerte, Blutzucker- und Blutfettwerte und ein normales Körpergewicht entscheidend", rät Dr. med. Lesser. Entscheidend für das Schlaganfall- und auch Herzinfarktrisiko ist vor allem das Bauchfett. Hier gelte die Faustregel - unabhängig der Körpergröße - sollte der Bauchumfang einer Frau die 88cm- und der eines Mannes die 108cm-Marke nicht überschreiten. Natürlich verringere eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung und der Verzicht auf Alkohol und Zigaretten ebenfalls das Risiko.
Jedoch kann einen Schlaganfall trotz gesunder Lebensweise jeden treffen, daher "sollte jeder die Symptome kennen und wissen was im Notfall zu tun ist, denn schnelles Handeln ist extrem wichtig", betont die Spezialistin. Zu den Symptomen gehören u.a. Halbseitenlähmung, Koordinationsstörungen, Sprach- und Schluckstörungen sowie Sehstörungen. Jedes kleinste, auch nur vorübergehende Anzeichen sollte ernst genommen und vor allem sofort der Notarzt gerufen werden - ( 112. "Der Schlaganfall ist ein Notfall. Mit jeder Minute Minderdurchblutung gehen wertvolle Nervenzellen verloren. Nur wenn rasch geholfen wird und der Betroffene auf schnellstem Wege in eine Klinik mit einer ‚Stroke Unit‘ kommt, können sich mögliche Funktionsstörungen wieder weitgehend oder auch vollständig zurückbilden. Daher sollte jeder die Möglichkeit nutzen, sich am 10. Mai umfassend zu informieren", bekräftigt Dr. med. Lesser.
Seit den 90er Jahren besteht eine "Stroke Unit"-Einheit am SRH Wald-Klinikum. Eine erstmalige Zertifizierung fand 2002 statt. 2006 erfolgte dann die Anerkennung als "überregional zertifizierte Stroke Unit". Im Februar dieses Jahres wurde die "Stroke Unit" erfolgreich rezertifiziert. Für diesen höheren Standard sind besondere strukturelle Voraussetzungen gegeben, ein höherer pflegerischer Versorgungsschlüssel vorhanden und die ärztliche Versorgung erfolgt über 24 Stunden durch in der Schlaganfallbehandlung erfahrene Neurologen, denen Internisten, Radiologen, Gefäßchirurgen und Neurochirurgen im Bedarfsfall jederzeit zur Verfügung stehen. Betreut und behandelt werden die Patienten neben spezialisierten Ärzten und Pflegefachkräften von Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Sprach- und Schlucktherapeuten, Neuropsychologen und Sozialarbeitern.

( Fanny Zölsmann, 06.05.2010 )

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