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Eine christliche Schule für Gera

Um eine Initiative zur Gründung einer christliche Schule in Gera ins Leben zu rufen, kamen rund 30 Interessierte am vergangenen Donnerstag in den CVJM. Eingeladen hatte Susanne Raab, Schulleiterin des Christlichen Gymnasiums in Jena, um über die Voraussetzungen einer Schulgründung und die Vorgehensweise einer zu bildenden Elterninitiative zu informieren.
Unter den Teilnehmern des Infoabends waren Lehrer, Eltern, ein Student und sogar eine Schülerin, aber auch Superintendentin Gabriele Schaller und Bernd Bergner, Leiter des Staatlichen Schulamtes Gera/Schmölln, saßen in der Gesprächsrunde. Tenor des Abends: Die Gründung einer christlichen Schule wäre ein wichtiges Zeichen für die Stadt. Vor allem der Grundsatz, die Schüler im Sinne eines christlichen Weltbildes als ganzheitlichen Menschen zu sehen, galt allen als Grundfeste aller weiteren Bestrebungen. Einig war man sich auch darüber, die Vision einer christlichen Schule in Gera zu verbreiten und Eltern anzusprechen, die sich aktiv einbringen würden.
Um die vielen Ideen der Teilnehmer in die richtigen Bahnen zu lenken, steckte Susanne Raab die Voraussetzungen ab, die vor der Gründung einer solchen Schule stehen sollten. Zuerst müsse man sich über das Konzept im Detail klar sein, schließlich müsse man damit einen Freien Träger (wie z.B. Evangelisches Schulwerk oder CJD) überzeugen können. Den Träger brauche man in jedem Fall, um die neu gegründete Schule nicht drei Jahre vorfinanzieren zu müssen. Außerdem sei auch eine starke Elterninitiative bzw. ein Förderverein von Nöten, der die Schule finanziell und ideell mittrage. Natürlich müsse auch die Frage des Schulgebäudes geklärt sein. Dazu solle man sich die Stadt mit ins Boot holen, die den Weg für nicht genutzte Schulgebäude frei machen könnte. Die Vision des Abends: Das Haus des Goethegymnasiums auf dem Nicolaiberg - in unmittelbarer Nachbarschaft zur St. Salvatorkirche.
In jedem Fall soll die christliche Lebenseinstellung seitens der Lehrerschaft vorgelebt werden und durch Rituale wie Gottesdienst und Relegionsunterricht in der (Schul-)Gemeinschaft gelebt werden. Darüber, die Konfessionsangehörigkeit zur Bedingung für Lehreranstellungen zu machen, gab es jedoch verschiedene Meinungen. Auch dazu, ob eine Grund- oder Gemeinschaftsschule die geeignete Schulform sei und mit wieviel Klassen man anfangen sollte, bestand Diskussionsbedarf. Wünschenswert erschien, vom Kindergarten bis zum Abitur eine durchgehend christliche Bildung zu ermöglichen. Bisher gäbe es in Gera zwar christliche Kitas, doch für Grundschüler fehle ein Angebot.
Insgesamt wolle man nun das tatsächliche Potential in Gera analysieren. Schließlich gäbe es schon eine Gesamtschule. Auf jeden Fall müsse man interessierten Eltern ein stimmiges Schulkonzept und künftigen Lehrern attraktive Bedingungen anbieten, um engagierte Persönlichkeiten zu gewinnen. Um nicht vorschnelle konzeptionelle Entscheidungen zu treffen, wolle man in einem Treffen am 10. Juni, 19 Uhr, im CVJM, interessierte Eltern erneut einladen und eine Initiative auf den Weg bringen.

( Christine Schimmel , 23.04.2010 )

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