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AG "Kittel": Erfolg im Einsatz

Auf teure Scheren, Bargeld und Computertechnik waren Diebe im vergangenen Jahr scharf. Im Bereich der Polizeidirektion Gera (PD)mussten sich die Mitarbeiter aus diesem Grund häufig mit Einbrüchen in Friseursalon, Arztpraxen, Kindergärten und Büros befassen. Aber eine extra zu diesem Zweck gebildete Arbeitsgruppe "Kittel" ermittelte eine Tätergruppe und ein Einzelperson und legte ihnen das Handwerk wie auch den meisten anderen Straftätern. Die PD Gera hat die höchste Aufklärungsrate in Thüringen aufzuweisen. Von 21.228 im Jahr 2009 erfassten Fällen konnten 14.610 aufgeklärt werden. Das sind 68,8 Prozent, im Jahr 2008 war es 67,1 Prozent. "Die Wahrscheinlichkeit in unserem Schutzbereich als Straftäter ermittelt zu werden, ist hoch", bestätigte Polizeidirektor André Röder, die die Kriminalstatistik 2009 vorstellte. Insgesamt seien aber die Straftaten gegenüber des Vorjahres zurückgegangen.
Zum Bereich der PD Gera gehören neben Gera die Landkreise Greiz und Altenburger Land. Bemerkenswert sei, stellte der Polizeichef fest, dass der größte Teil der Tatverdächtigen sesshaft ist und aus dem, regionalen Wohnbereich stamme. Von den 8321 ermittelten Tatverdächtigen stammten 70,3 Prozent aus dem unmittelbaren Umfeld. Allerdings wurde auch eine Tätergruppe aus Polen bzw. Tschechien ermittelt, die komplette Autos aus Parkhäusern und Tiefgaragen gestohlen haben. Allein im Stadtgebiet von Gera wurden 68 Fahrzeuge entwendet. Die Ermittlungen hierzu sind noch nicht abgeschlossen. Für Unruhe sorgte eine Einbruchserie in Schleckermärkte. Dabei stammten die Täter aus Sachsen, die in die Einkaufsmärkte im Altenburger Land, in Ronneburg und in Weida einstiegen. Um diese Fälle zu klären, wurden ebenfalls Arbeitsgruppen eingerichtet und eine Zusammenarbeit mit benachbarten Polizeidienststellen intensiviert.
Gesunken ist die Anzahl der registrierten Fälle von Gewaltkriminalität. Im Jahr 2009 waren 525 Fälle zu verzeichnen (im Vorjahr 569). Der Anteil der Gewaltkriminalität beträgt 2,5 Prozent an der Gesamtkriminalität. "Jedoch haben Gewaltstraftaten wegen ihrer schweren, oft nachhaltigen Wirkungen auf die Opfer, einen besonders hohen Einfluss auf das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung", weiß André Röder. Im Fall der erstochenen jungen Frau im Mai 2009 in Gera wurde ein 34-jähriger Täter ermittelt. Zu langjährigen Haftstrafen wurden zwei Albaner verurteilt, die einen Türsteher in Gera töten wollten. Und auch in Altenburg wurde ein schwerer Raub aufgeklärt.
Erhöht hat sich die Zahl der statistisch erfassten Drogenstraftaten. Wurden im Vorjahr 765 Fälle registriert, waren es 2009 944 Delikte. Das läge aber auch daran, erklärte Röder, dass mehr Kontrollen und Schwerpunkteinsätze zur Bekämpfung der Rauschgiftkriminalität durchgeführt werden. In einem Ermittlungsverfahren gegen einen 30-jährigen wurden 1 Kilogramm Haschisch und Crystal sichergestellt.
Aufmerksamkeit widmet die Polizei auch der politisch motivierten Kriminalität. 313 Fälle wurden erfasst und davon 173 aufgeklärt. Mit 219 Fällen sei der Anteil der rechtsextremistischen Straftaten sehr hoch, schätzt der Polizeidirektor ein. Es sei wichtig, Störungen der öffentlichen Ordnung und Sicherheit bereits im Vorfeld zu bekämpfen und Straftaten im öffentlichen Raum zurückzudrängen. Diesem Ziel dienst die "uniformierte Außenpräsenz", wie zum Beispiel auch die Fahrradstreifen im Hofwiesenpark.

( Helga Schubert, 23.04.2010 )

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