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Bau der Waldhausbrücke kann jetzt zügig losgehen

Es ist soweit: Mit dem Bau der Waldhausbrücke, derzeit noch eine unschöne Ruine, kann es losgehen. Zum Startschuss am 6. April (10 Uhr), dem Dienstag nach Ostern, laden der Förderverein Stadtwaldbrücken und das Bildungszentrum Ostthüringen Gera (BZO) alle Interessenten, Förderer, Sponsoren und natürlich alle Bürger in den Stadtwald ein. Beide Gremien mit Vereinsvorsitzendem Heinrich-Dieter Hischer und BZO-Leiter Volker Krautheim an der Spitze gelten als Initiatoren des Bürgerprojektes, mit dem Gera ein Stück liebens- und lebenswerter gemacht werden soll.
Wenn also ab kommenden Dienstag in der Waldestille am Weg zwischen Kuckucksdiele und Schloss Osterstein Natursteine bearbeitet, Maurerkellen geschwungen und Sägen zur Holzbearbeitung kreischen werden, dann hat das seine Vorgeschichte. Heimatverbundenen Bürgern war seit langem die marode Waldhausbrücke ein Dorn im Auge. Oberster "Drängler": Peter Große, genannt Pit Eremit. Man gründete August 2009 einen Förderverein und möchte dabei so viele Geraer wie möglich zum Mittun bewegen.
Die originelle Idee: Könnte man nicht Langzeitarbeitslosen eine Beschäftigungschance geben, um das Sanierungsvorhaben zu realisieren? Gesagt, getan. Denn klar war: Weder die Treuhandverwalterin BVVG noch die Stadt Gera hätten für das Projekt Geld lockermachen können. Die Arge und die Beschäftigungsgesellschaft Otegau ermöglichten 20 Erwerbslosen über eine geförderte Bildungsmaßnahme (z.B. Europäischer Sozialfonds) in ein zeitweiliges Arbeitsverhältnis zu kommen. Allerdings erhalten nur 15 der Teilnehmer einen versicherungspflichtigen Job für die bis November geplante Maßnahme. Für die restlichen Fünf will man einen Job in der freien Wirtschaft finden.
Für die Vermittlung von Wissen und Können war das BZO ein gut geeigneter Partner. Denn manche der Teilnehmer haben ursprünglich keinen Bauberuf. Start der Bildungsmaßnahme war Anfang Dezember 2009. Theorie und Praxis wurden über vier Monate hinweg vermittelt und zwar mit verschiedenen Modulen, z.B. Wie stellt man Natursteinmauerwerk her? Oder: Wie funktioniert der Schalungsbau? Hilfe zur handwerklichen Befähigung gaben zwei spezielle Anleiter, also Fachleute des BZO.
Das Waldbrückenprojekt braucht Öffentlichkeit, braucht Sponsoren, braucht ehrenamtliches Mittun, braucht öffentliche Unterstützung. Allein die Materialkosten werden auf bis zu 75000 Euro geschätzt. Bauunternehmen, die Gutes tun wollen, könnten mit Materialspenden helfen. Unterstützung kann auch so aussehen: Das Ingenieurbüro Torsten Dähn übernahm die ingenieurtechnische Planung und eine Studie zur Umweltverträglichkeit der Brückensanierung.
Der Verein hat September vergangenes Jahr mit einem zünftigen Hainbergfest auf sich aufmerksam gemacht (etwa 200 Besucher). Einen öffentlichen Auftritt gab’s auch zum Adventsmarkt im Hofgut. Printmedien, darunter "Neues Gera", stellten das Projekt ihren Lesern vor. Alles in allem geht es darum, dass die Geraer sich spendierfreudig zeigen. Als Beispiel: In der Vereinsgaststätte Kuckucksdiele und bei der Commerzbank können die Bürger symbolische Brückensteine zu 10, 20 und 50 Euro als Spendenbeitrag erwerben. Auch historische Stadtansichten von Pit Eremit können gekauft werden. Für die mehr als 100 mittelständischen Unternehmen in Gera gibt es viele Möglichkeiten, das Vorhaben finanziell, materiell oder ideell zu unterstützen. Spenden erbittet der Förderverein auf das Konto 0580685900, BLZ 83080000 bei der Dresdner Bank.

( Harald Baumann, 25.03.2010 )

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