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Thüringer Handwerk als stabiler Wirtschaftsfaktor

Gera mutiert zunehmend zum Wallfahrtsort für bedeutsame Versammlungen, Tagungen und Kongresse. Jüngstes Beispiel: die Tagung des THT. Hinter dieser Abkürzung verbirgt sich der Thüringer Handwerkstag. Der e.V. bündelt als Interessenvertreter des Handwerks im Freistaat die Kräfte der drei Handwerkskammern, der Landesinnungen und der Fachverbände. Erfreulich: Die alljährlich im Herbst stattfindende Mitgliederversammlung wechselt beim Tagungsort zwischen Gera und Suhl.
Nun also Gera. Etwa 200 Vertreter des Thüringer Handwerks trafen sich im Hotel Novotel. Sie verstehen sich als Sprachrohr der fast 31.500 Handwerksbetriebe mit rund 140.500 Beschäftigten im Freistaat. Unter den zahlreichen Gästen begrüßte der Präsident des Vereins Rolf Ostermann den designierten Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks Holger Schwannecke und die frischgebackene Thüringer Finanzministerin Marion Walsmann.
Die Beratung stand unter dem vielseitig deutbaren Motto: "Stärke wahren - Kompetenz sichern. Weichenstellungen für das Handwerk". Wie nicht anders zu erwarten, schätzte die Tagung unter dem Leitgedanken "Wir haben der Krise getrotzt" die aktuelle Situation in den Handwerksbetrieben ein. Zu-gleich formulierten sie Forderungen für den Beginn des neuen Jahrzehnts. Ein ganzer Forderungskatalog ist in einem "Positionspapier des Thüringer Handwerks" aufgelistet. Er ist sowohl an die Adresse der schwarz-gelben Bundesregierung als auch der schwarz-roten Landesregierung gerichtet. Von Bund und Land werden "Entscheidungen mit mittelstandsorientiertem Augenmaß" erwartet.
Nicht zuletzt dank des Konjunkturprogrammes II, so wurde in mehreren Wortmeldungen festgestellt, befinde sich das Thüringer Handwerk in einer relativ stabilen Situation, z.B. bei der Zahl der Beschäftigten. 73 Prozent der Betriebe steigerten ihren Umsatz. Allerdings befürchten 27 Prozent für 2010 einen Rückgang.
Mit Stand Ende Oktober wurden im Thüringer Handwerk 3.543 neue Lehrverträge besiegelt. Damit lernen derzeit 11.423 junge Menschen einen Handwerksberuf. Das Minus von 16,5 Prozent Neuverträgen zum Vorjahr ist vor allem der sinkenden Zahl von Schulabgängern geschuldet. Erstmals blieben mehr als 300 Lehrstellen unbesetzt, weil es keine oder aber keine geeigneten Bewerber gab.
Beim Forderungskatalog geht es im Kern um spürbare Entlastungen für die Handwerksbetriebe und deren Beschäftigten bei Steuern und Sozialabgaben, geht es um den Erhalt und die bessere Anerkennung des Dualen Systems der Berufsausbildung sowie um liquiditätsfördernde Finanzprodukte, besonders für Kleinbetriebe (u.a. ein Handwerk-Liquid-Programm).
Erfreulich am Rande: Zum vierten Mal wurde ein Preis für einen Betrieb vergeben, der gesundheitsfördernd tätig ist. Diesmal traf es eine Bäckerei (43 Mitarbeiter) in Olbersleben. Den von der IKK Thüringen gestifteten Preis in Höhe von 7.500 Euro nahm Geschäftsführer Silvio Höhne entgegen.

( Harald Baumann, 03.12.2009 )

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