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Geistesgrößen weisen Weg im neuen Bettenhaus am Wald

Begegnungen mit Geistesgrößen aus mehreren Jahrhunderten haben Patienten zukünftig im SRH WaldKlinikum. Friedrich Schiller, Heinrich Schütz, Carl Zeiss "aus dem Geniewinkel Thüringen", wie SRH-Vorstandsvorsitzender Prof. Klaus Hekking sagte, aber auch Martin Luther oder Tilmann Riemenschneider zieren nicht nur als Skulpturen die Wände, sondern sind auch in Bildern in den Zimmern und Korridoren zu finden.
Ein Kultur-Krankenhaus sollte es werden, das neue Bettenhaus des Wald-Klinikums, so die Idee von Prof. Hekking. Architektin Marion Donnig und Prof. Dr. Alfried Wieczorek setzten es gemeinsam mit den Geraer Künstlern Sven Schmidt, Wilfried Wunderlich und Peter Oehler, die wiederum Werke verschiedener anderer Künstler aus der Region in das Projekt einbauten, um. Nun trägt jede Ebene den Namen einer bedeutenden Persönlichkeit der Zeitgeschichte, deren Epoche künstlerisch gestaltet wird. Auf diese Weise entsteht ein kreatives Leitsystem für das gesamte "Bettenhaus am Wald". "Es löst kryptische Bezeichnungen ab und gibt Mitarbeitern, Patienten und Besuchern kulturelle Impulse", erläuterte Prof. Hekking.
Zur Einweihung des Bettenhauses - in dem sich das Diagnostikzentrum u. a. mit Radiologie, Intensivtherapiestation und urologischem Funktionstrakt befinden, ist bereits in Betrieb gegangen - begrüßte der SRH-Chef auch die Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit Heike Taubert. Als Ronneburgerin und ehemals in einem Krankenhaus Arbeitende freue sie sich, dass in Gera eines der modernsten Krankenhäuser Thü-ringens entsteht. Natürlich wisse sie, dass mit dem Neubau auch Arbeitsplätze wegfallen, aber die verbleibenden seien langfristig gesichert. "Wir bauen für die nächsten 30 Jahre", stellte sie fest.
In dem neuen Bettenhaus, deren Fertigstellung den ersten Bauabschnitt des neuen SRH-Waldklinikum abschließt, sind acht medizinische Abteilungen untergebracht. In hellen und komfortablen Zweibettzimmern, alle mit Sanitärzellen, können 340 Patienten stationär versorgt werden. "Krank möchte man ja nicht unbedingt werden, aber in diesen Zimmern mit Kunst an den Wänden, kann man sich wohlfühlen", lächelte die Ministerin. Das Bettenhaus zeichnet sich durch kurze Wege und ein flexibles Baukonzept aus. Von der Landschaft mit der natürlichen Hochwaldgrenze und dem denkmalgeschützten Haus 3 schwärmte Architektin Marion Donnig. Ein geschwungener Baukörper und natürliche Materialien seien dem geschuldet.
Bis 2012 entstehen im zweiten Bauabschnitt das neue Hauptgebäude und das Bettenhaus am Park. Dafür hat das Land Thüringen Fördermittel in Höhe von 100 Millionen Euro zugesagt. Für die Generalsanierung werden insgesamt 160 Millionen Euro veranschlagt, wov-on die SRH-Stiftung als Bauherrin einen großen Teil trägt. OB Dr. Norbert Vornehm würdigte das Klinikum nicht nur als größte Baustelle in Gera, sondern auch als größten Arbeitsgeber in der Region. Das Projekt Kultur-Krankenhaus sage ihm außerdem sehr zu, da sich Gera ja mit ihrem Kunsthaus auch als Kunststadt präsentieren wolle.

( Helga Schubert, 03.12.2009 )

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