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Für unsere Meister gilt es den guten Ruf zu verteidigen

Ein großer Tag für das Geraer und Ostthüringer Handwerk: Auf einer festlichen Veranstaltung verlieh die Handwerkskammer an 153 Absolventen , darunter 46 Frauen, nach erfolgreicher Prüfung den begehrten Meisterbrief. Die Prüflinge stammen aus elf Gewerken. Das Durchschnittsalter der Jungmeisterinnen und Jungmeister lag bei 29 Jahren. Die Auszeichnung "Bester Jungmeister", gestiftet durch die Volks- und Raiffeisenbanken, erhielt Buchdruckerin Silvie Brosche aus Saara (Altenburger Land). Ebenfalls geehrt wurde als Vertreterin der Gewerke durch die IKK Thüringen Augenoptikerin Nicole Oertel aus Heukewalde. Gegenüber den Vorjahren ist die Zahl der Gesamtteilnehmer leicht gestiegen. Jüngste Meister sind in diesem Jahr die Dachdeckermeister Manuel Heinz und Tony Möller (21, Schönbrunn). Ältester ist Dachdeckermeister Axel Fuhrmann (51, Berg).
In diesem Jahr stellten sich zugleich zehn Teilnehmer erfolgreich der Fortbildungsprüfung "Betriebswirt". Sie dürfen nun den Titel "Betriebswirt des Handwerks" tragen. Durchschnittsalter: 36 Jahre. Als "Bester Betriebswirt HWK" wurde Claudia Zillich aus Eisenberg durch das Versorgungswerk des Ostthüringischen Handwerks e.V. geehrt.
Im Großen Saal des Kultur- und Kongresszentrums hatte sich eine hochkarätige Runde zusammengefunden. Kammerpräsident Klaus Nützel konnte die Kreishandwerksmeister, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaften, Gewerberäte der Ostthüringer Handwerkskammer, Obermeister der Innungen, Vertreter der Meisterprüfungsausschüsse sowie zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung begrüßen, darunter Geras Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm, die Greizer Landrätin Martina Schweinsburg sowie Geras Superintendentin Gabriele Schaller.
Sowohl Kammerpräsident Nützel als auch Festredner Alexander Holzmann, Inhaber des Hans Holzmann Verlages und Herausgeber der Deutschen Handwerkszeitung, bezeichneten die Zusammensetzung der Gästeschar als Beweis der bisherigen guten Zusammenarbeit der Partner und gaben der Hoffnung Ausdruck, dass dieses Miteinander zum Wohle des Handwerks auch künftig gedeiht.
Den frischgekürten Meistern und Betriebswirten galten Worte der Anerkennung für ihre Leistung, die durch ihre Entscheidung Nachwuchs heranziehen und zugleich Arbeitsplätze schaffen. Dass in diesem Jahr wiederum eine stattliche Zahl von Meisterinnen und Meister sowie Betriebswirten ihre Prüfungen erfolgreich ablegten, spreche dafür, wie das Handwerk nach wie vor hoch im Kurs stehe und gute Aussichten auf eine solide berufliche Laufbahn biete. Die geehrten Absolventen hätten erkannt, wie man erfolgreich am Markt agieren kann - nämlich mit höchster Qualität und Fertigkeit sowie mit betriebswirtschaftlichen Kenntnissen. Dafür stehe der Meisterbrief auch in Zukunft.
Auf die Lage im Ostthüringer Handwerk im zurückliegenden Jahr eingehend, stellten die Redner fest: Trotz Finanz- und Wirtschaftskrise können wir auf ein insgesamt doch recht gutes Jahr zurückblicken. Bei einer Umfrage unter Mitgliedsbetrieben schätzten 81 Prozent der Befragten ihre Geschäftslage als gut oder befriedigend ein. Die Maßnahmen des Konjunkturpaketes II wären auch den kleinen und mittelständischen Handwerksbetrieben zugute ge-kommen. An die neue Regierungskoalition wurde appelliert, hier anzuküpfen, damit der Mittelstand als Rückgrat der deutschen Wirtschaft zügig aus der Talsohle herauskommt. Als Beitrag zum Wirtschaftsaufschwung wird gesehen, dass das Ostthüringer Handwerk trotz deutlich rückläufiger Bewerberzahlen bis heute mehr als 1.000 neue Lehrverträge verbuchen kann.
Zu einer schönen Geste der Meisterfeier gestaltete sich die Übergabe der Goldenen Ehrennadel der Handwerkskammer und die Ehrung verdienter Altmeister, die ein Stück Chronik des Ostthüringer Handwerks mitschrieben. Mit Gold geschmückt wurden Friseurmeister Klaus Lorenz aus Wünschendorf, Kfz-Mechanikermeister Rolf Fischer aus Jena und Fleischermeister Berthold Löffler aus Zeulenroda. Beglückwünscht wurde der 91-jährige Schornsteinfegermeister August Eller, ältester Gast an diesem Tag. Er legte vor 70 Jahren seine Meisterprüfung ab.

( Harald Baumann, 27.11.2009 )

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