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Botschafter einer dualen Ausbildung

"Es war ein hartes Studium", stand der Direktor der Berufsakademie Gera, Prof. Dr. Burkhard Utecht, den Absolventen zur feierlichen Exmatrikulation im Konzertsaal der Bühnen der Stadt Gera zu. Mit 30 Lehrveranstaltungen pro Woche und einer 40-Stunden Woche während der Praxiszeit, erfordere das von jedem Studenten wenig Freizeit und ein hohes Maß an Selbstdisziplin. Umso mehr freue er sich, dass er die ersten Bachelor-Zeugnisse an 194 Absolventen überreichen konnte.
Erstmalig schließen die Absolventen nicht mit einem Diplom ab, sondern mit dem Bachelor. 2006 hatte die Berufsakademie alle ihre Studiengänge auf Bachelor umgestellt. Somit sind die Abschlüsse hochschulrechtlich den bundesweiten Abschlüssen gleichgestellt, und die Absolventen erhalten die Berechtigung, ein weiterführendes Masterstudium aufzunehmen. Immerhin nehmen 20 Prozent des ersten Bachelor-Jahrganges der Berufsakademie diese Möglichkeit auch wahr, drei Viertel von ihnen berufsbegleitend. Er hoffe, dass alle Absolventen die Zeit in Gera in guter Erinnerung behalten, sagte Prof. Utecht. "Sie sind die Botschafter des dualen Ausbildungssystems der Berufsakademie", gab er ihnen mit auf den Weg.
Auch Stephan Fauth, Hauptgeschäftsführer des Verbandes Wirtschaft in Thüringen, wertete in seiner Festrede das Studium an der Berufsakademie als eine Erfolgsgeschichte. "Damit haben die Studenten einen echten Vorteil", lobte er. 80 Prozent von ihnen hätten auch bereits einen Arbeitsvertrag in der Tasche. In der Zeit der Wirtschaftskrise sei dies ein gutes Ergebnis. Als positiv bewertete er, dass fast alle ihre berufliche Laufbahn in Thüringen beginnen.
Ingrid Weidhaas, Geschäftsführerin für Aus- und Weiterbildung an der IHK Ostthüringen, die maßgeblich an der Entwicklung der Berufsakademie beteiligt war, sieht sich in der Umwandlung der Diplome in Bachelor-Abschlüsse bestätigt. "Wir haben die richtige Entscheidung getroffen", stellte sie fest. Mit dem Vertrag von Bologna 1998 werde es eine gemeinsame Hochschullandschaft in Europa geben, ist ihre Vision, in die sich die Berufsakademie gut einreihe. "Die Absolventen hätten dazu den allerersten kleinen Schritt getan", sagte sei. Ein Masterstudium auch mit Modulen im europäischen Studienraum sei ein weiteres Ziel. Doch bei allen Vorhaben, so riet die Expertin, sollte immer daran gedacht werden, was nützt es meinem Unternehmen und was nützt es mir.

( Helga Schubert, 29.10.2009 )

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