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Impfaktion gegen Schweinegrippe beginnt

Derzeit wird über die Impfung gegen die Schweinegrippe in allen Medien pro und kontra stark polemisiert. Wie eine Umfrage ergab, sind dennoch nur zwölf Prozent der Deutschen bereit, sich impfen zu lassen. Nun rollt der Impfstoff Pandemrix auch in Thüringen an und wird über das Depot Bad Langensalza an die 23 Gesundheitsämter und Apotheken ausgeliefert. 1,5 Millionen Dosen hat der Freistaat geordert.

Wann wird in Gera mit der Impfaktion begonnen?
Matthias Albert: Wir rechnen ab erste Novemberwoche. Zunächst wird das so genannte Schlüsselpersonal geimpft, das sind das medizinische Personal, Feuerwehrleute, Rettungsdienste und die Polizei.

Warum ist das so festgelegt?
Matthias Albert: Weil dieser Personenkreis mit vielen Menschen und möglich Erkrankten Kontakt hat. Es geht also um ihren eigenen Schutz, aber auch um den Schutz anderer.

Wie ist es denn überhaupt mit der Ansteckungsgefahr, und gab es in Gera bereits Fälle von Schweinegrippe?
Matthias Albert: Die Ansteckungsgefahr ist wirklich enorm hoch. Es genügt ein Händedruck oder angeniest zu werden. In Gera wurden seit Ende April 27 Fälle von Schweinegrippe bekannt. Etwa 15 von ihnen waren Jugendliche, die von einer Busreise aus Spanien zurückgekehrt waren. Auch Urlauber, die aus Mexiko, USA und Südeuropa - vorwiegend Spanien - zurückgekehrt waren, hatten sich angesteckt, oder Personen, die mit ihnen Kontakt hatten. Aber bei allen war ein sehr leichter Krankheitsverlauf zu verzeichnen.

Welche Schutzmaßnahmen empfehlen Sie, um sich nicht anzustecken?
Matthias Albert: Eigentlich die gleichen, die bei jeden Erkältungswellen anzuwenden sind: häufiges Händewaschen mit Seife, das Niesen in die Armbeuge oder in ein Zellstofftaschentuch - nur einmal benutzen! - und große Ansammlungen von Menschen meiden.

Die Impfung gegen die normale Influenza hat schon vor einiger Zeit begonnen. Ersetzt sie die Impfung gegen die Schweinegrippe?
Matthias Albert: Nein, auf keinen Fall. Der saisonale Grippe-impfstoff wird ja nach den jeweiligen auftretenden Erregern hergestellt, die Influenza AH1N1 ist völlig neu und benötigt einen auf sie abgestimmten Impfstoff. Wer also bereits eine Grippeimpfung hat, muss sich dennoch gegen Schweinegrippe impfen lassen. Empfohlen ist ein Abstand von 14 Tagen.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Matthias Albert: Rötungen, Schmerzen und Schwellungen an der Einstichstelle, leichte Kopfschmerzen oder leichtes Fieber. Das sind Reaktionen, wie sie auch bei einer Grippeimpfung vorkommen können.

Wer nimmt in Gera die Impfungen vor?
Matthias Albert: Vorwiegend die niedergelassenen Ärzte, die den Impfstoff über die Apotheken beziehen. Die Impfung ist freiwillig. Eine Praxisgebühr muss nicht bezahlt werden.
(Das Gespräch führte Helga Schubert)

( 23.10.2009 )

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