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Für den Klimaschutz den Gemeinden auf’s Dach steigen

"Im biblischen Sinne geht es mit der heutigen Unterzeichnung um den Erhalt der Schöpfung, weltlich gesprochen um Umweltschutz", so fasst Baudezernent Ramon Miller den Sinn der Umweltpatenschaft zwischen der Stadt und dem ökumenischen Kirchbauverein zusammen, die jüngst besiegelt wurde. Gemeinsam wollen sie bewusst zum Thema Klimaschutz beitragen und die Bürger zur aktiven Mitgestaltung aufrufen.
Photovoltaik ist dabei das Stichwort. Der moderne Bau der katholischen Kirche in der Nicolaistraße gilt als Vorreiter. Denn was man von unten nicht sieht: Das Dach bietet Platz für eine Photovoltaikanlage, mit der durch Sonnenenergie Strom erzeugt wird. Finanziert wurde die Anlage durch private Kleinkredite. "Die Bürger können beispielsweise eine Parzelle kaufen, investieren zuerst und bekommen dann nach ein paar Jahren den Gewinn aus ihrer Parzelle", beschreibt Dekan Klaus Schreiter das Prozedere, das bei diesem Projekt großen Zuspruch fand. "Doch man kann auch Parzellen mieten und zahlt dann jährlich zwischen drei und sechs Prozent des Gesamtgewinnes."
Diese Idee soll nun ausgeweitet werden. "Toll wäre es natürlich, wenn auf jedem Gemeindegebäude eine solche Anlage installiert werden könnte", so Catrin Ripka vom Kirchbauverein. Doch da spielen auch - vor allem bei Kirchen - oft Aspekte des Denkmalschutzes eine Rolle. "Doch ich habe schon viele Gemeindehäuser vor Augen, auf denen sich eine solche Anlage lohnen würde", so Oberpfarrer in Rente Roland Geipel.
An diesem Punkt setzt dann die Partnerschaft mit der Stadt Gera ein. "Wir bieten vor allem die ordnungsrechtliche Unterstützung, die bei solchen Bauvorhaben immer vonnöten ist", erklärt Baudezernent Ramon Miller. Auch Informationsarbeit im Bauservice im H35 zur Photovoltaik im Allgemeinen und der Aktion im Besonderen soll geleistet werden.
Wenn es an die konkrete Installation einer Photovoltaikanlage geht, steht Catrin Ripka vom Kirchbauverein als Ansprechpartnerin zur Verfügung. In einem ersten Schritt wird ein Fragebogen mit Informationen zum geplanten Standort ausgefüllt, um zu sehen, ob sich eine Installation überhaupt lohnt. Wichtig sind dabei beispielsweise die Südausrichtung und die Schräglage des Daches. In einem zweiten Schritt wird über die Finanzierung gesprochen. Das kann außer über die Beteiligung von Bürgern auch über einen normalen Kredit erfolgen. "Doch wir wollen den Bürgern zeigen, dass diese Anlage sicherer ist als das Sparbuch, denn die Sonne scheint immer", so der Dekan. Die Kirche in der Nicolaistraße gehe da mit gutem Beispiel voran. Die Installation einer Photovoltaikanlage wird in der Regel für 20 Jahre geplant - und nur die ersten Jahre würde aufgrund der Investition kein Gewinn herausspringen.
Baudezernent Roman Miller macht zudem auf den günstigen Standort Geras aufmerksam: "Laut eines sogenannten Sonnenscheinaltasses gehört Gera zusammen mit den östlich gelegenen Regionen zu den sonnenreichsten in ganz Deutschland."

( Kristin Kulow, 11.09.2009 )

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