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Bulldog-Sound, Gemüseschnitzer, "Bauhaus"-Hausbau und die 20er Jahre

Ganz im Zeichen von Bauhaus-Jahr und Otto Dix steht die diesjährige Museumsnacht am Sonnabend, 5. September, die einen ganzen Abend lang von 19 Uhr bis in die Nachtstunden Besucher in städtische Museen und weitere Ausstellungsorte lockt. Otto-Dix-Haus, Orangerie, Höhlermuseum, Museum für Naturkunde, Museum für Angewandte Kunst, Stadtmuseum sowie Kunstverein, Kulturbund, die Bundesbeauftragte, Schulmuseum und die historische Sammlung der Feuerwehr warten mit zahlreichen Aktionen auf. Auch das Haus Schulenburg, das Historische Straßenbahnmuseum des GVB, die Stadt- und Regionalbibliothek und die 4. Höhler Biennale sind dabei.
Eröffnet wird die Nacht von Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm in der St. Marienkirche in Untermhaus, erklärt Dr. Frank Rühling, Fachdienstleiter Kultur der Stadtverwaltung. "Wir haben uns entschieden, einmal wieder eine richtige Eröffnungsveranstaltung zur Museumsnacht zu machen. Im Mittepunkt steht dabei Otto Dix, der in der Kirche und natürlich im Dix-Haus im Fokus der Veranstaltungen steht", so Rühling. Zum einen soll hier eine Konzertlesung mit dem bekannten Sprecher Otto Mellies stattfinden, zum anderen Kurzführungen in der Dix-Ausstellung die Naturstudien des Künstlers erläutern. "Untermhaus wird lebhaft", meint auch Holger Saupe von der Kunstsammlung Gera und verweist auf die M1-Kunstzone, die ebenfalls geöffnet hat. Unweit des Mohrenplatzes, in der Orangerie, könnten die Jubiläumsschauen von Gerda Lepke und Sven Schmidt besucht werden und vor allem das mit Spannung erwartete akustische Aufeinandertreffen von Lanz-Bulldog-Traktoren und Schlagzeug-Improvisationen des Duos "Kazim" im barocken Küchengarten solle man sich nicht entgehen lassen", so Saupe weiter.
Auch das Museum für Naturkunde hat sich wieder tolle Mitmachprogramme ausgedacht und lädt zum diesjährigen Darwin-Jahr zum "Schwarzmarkt des Wissens", fossilen Muscheln und Schnecken sowie zu Aktionen rund um gesundes Gemüse auf den Museumshof ein. Auch die Lachmuskeln der Gäste werden strapaziert - vom satirischen Programm "Mélange" und einem Auftritt des Kabaretts "Fettnäppchen" im Barocksaal.
Das Museum für Angewandte Kunst nimmt mit seiner Keramik-ausstellung von Maguerite Friedlaender-Wildenhain natürlich das Bauhaus in den Blick und kombiniert dazu Swingmusik der 20er und 30er Jahre und den aktuell gedrehten Film "Bauhaus lebt - lives!" der Centauri Film- und Fernsehproduktion Gera. Bei Knüppelbrot-Backen am Lagerfeuer, Bauhaus-Hausbau mit großen Legosteinen und Hand-Puppenspiel kommen auch die kleinen Museumsnacht-Besucher auf ihre Kosten.
"In unserem Haus steht das moderne Gera der 20er Jahre im Zentrum", erklärt Ute Heckmann vom Stadtmuseum. Motorrad-Oldtimer um 1930 und historische Radios aus Privatsammlungen ergänzen die Ausstellung. Auch die Kostümschau mit "Gnadenlos Schick", das satirische Programm "Frauen sind (auch)keine Engel" sowie eine verrückte Mitternachtsführung machen hier neugierig auf einen Besuch. Vor allem für Sammler ist sicher auch der Verkauf von Publikationen aus dem Bestand des Museums interessant.
Dass neben den städtischen Einrichtungen auch viele andere an diesem Abend ihre Pforten öffnen, freut Holger Saupe besonders. "Aus der Museumsnacht ist nun fast eine Kulturnacht geworden. Die Bandbreite der Veranstalter und deren Angebote ist erstaunlich", so Saupe. Bewusst habe man auch einige Programmpunkte mehrmals eingeplant, damit die Geraer und Gäste die Möglichkeit haben, bei ihrem nächtlichen Stadtrundgang so viel wie möglich zu erleben. Auch das beachtenswerte Jubiläum 80 Jahre Puppentheater werde mit mehreren Veranstaltungen integriert und ..., unterstreicht Dr. Rühling. Mit Blick auf die 2.000 bis 2.500 Besucher der vergangenen Museumsnächte möchten Stadt und Museumsmitarbeiter mit der Fülle an Angeboten noch mehr Bürger auf die Kulturlandschaft neugierig machen. "Die Öffnung unserer Häuser zu ungewöhnlicher Zeit und mit einem interessanten und unterhaltsamen Programm ist auch ein Schnupperangebot für diejenigen, die die Geraer Museen bisher noch nicht kennenlernen konnten", so Saupes Einladung.

( Christine Schimmel, 03.09.2009 )

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