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Die Puppen tanzen zum Geburtstag ihrer Heimstatt

80 Jahre Puppentheater Gera - Das ist ein Geburtstag! Theater&Philharmonie Thüringen feiert ihn am Sonnabend, 5., und Sonntag, 6. September, im Haus am Gustav-Hennig-Platz. Zum Auftakt der Jubiläumsspielzeit wird an diesem Wochenende jede Menge Spiel mit Objekten und Puppen geboten. Neben Eigenproduktionen gibt es Gastspiele aus Wien, Frankfurt/Oder und Berlin zu sehen.
Im Mittelpunkt steht am Sonnabend, 16 Uhr, die Uraufführungspremiere "Die Legende vom Wilhelm Tell nach Friedrich Schiller. Als Material- und Objekttheater für das Foyer eröffnet es die Reihe "Weltliteratur für Kinder". In der Regie von Astrid Griesbach, die seit Jahresbeginn Leiterin des Puppentheaterensembles ist, stellt sich Christine Müller als neu engagierte Puppenspielerin vor. Das Foyer überrascht die Besucher in neuer Gestaltung von Jan Hofmann. Damit wird zugleich die neue Zelt-Spielstätte im Foyer eröffnet. Zuvor erwarten die Puppenspieler die Gratulanten vor dem Haus. 80 Ballons mit guten Wünschen sollen aufsteigen.
Mit "Bauer, Gier und Beelzebub" steht um 20 Uhr ein Grand Guignol nach Tolstoi für Erwachsene auf dem Spielplan. Um 22 Uhr beginnt im Stadtmuseum ein "Schwarzmarkt des Wissens", das bedeutet, jeder Zuschauer hat die einmalige Chance, in Vier-Augen-Gesprächen Wissen von kompetenten Persönlichkeiten zum Thema Bauhaus und 80 Jahre Puppentheater abzuschöpfen.
Am Sonntag, 10 Uhr, gastiert das Puppentheater aus Frankfurt/Oder mit dem Märchen "Der Wolf und die sieben Geißlein" für Kinder ab 5 Jahre im Puppentheater. Am Abend stellen sich die neu engagierten Puppenspieler Christine Müller und Mathias Lenz mit eigenen Produktionen vor: Um 20 Uhr zeigt Christine Müller ihre mit dem Hohen Ems Preis 2008 ausgezeichnete Produktion "Ein Stück zurück vom kleinen Glück" - Ein Theater mit Puppen und Menschen. Daran schließt sich gegen 22 Uhr ein närrischer Abend aus Wien an. "Die Heimaterde sei dir leicht - Aus dem Kondolenzbuch für Jörg Haider" heißt das Programm von Matthias Lenz.
1929 wurden im Raum Thüringen-Sachsen zwei Puppenbühnen gegründet: die Miniatur Landesbühne in Hartha unter Leitung von Herbert Oestreich und in Schleiz unter Leitung von Anton Pörsch, später als "Ohnesorge" übergeben an Rosemarie Tschirner.
Mit dem Ziel, auch Stücke mit größerer Besetzung spielen zu können, schlossen sich beide Puppenbühnen 1951 zur Kollektivbühne Oestreich-Ohnesorge zusammen. Elf Jahre später wurde sie in den Verband der Bühnen der Stadt Gera aufgenommen. Seit 1967 nutzt die Puppenbühne das Gebäude am Gustav-Hennig-Platz 5 als feste Spielstätte. Die Bühnen der Stadt Gera verfügten ab 1977/78 über eines der modernsten Puppentheater der DDR mit 176 Sitzplätzen und eigener Werkstatt. Pro Spielzeit brachte das Ensemble vier eigene Produktionen heraus, heute sind es sechs.
Das Haus wurde 1993 zum Kleinen Theater im Zentrum, in dem auch das integrierte Kinder- und Jugendtheater sowie die Theaterpädagogik ihre Heimstatt hatten. Seit 2007/2008 richtete Generalintendant Prof. Matthias Oldag wieder einen eigenen Direktionsbereich ein.

( 03.09.2009 )

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