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Lehrstellenauswahl von langer Hand

Gera (NG/ert). Mit Fördermitteln in Höhe von 285.000 Euro unterstützt Geras Agentur für Arbeit die Weiterführung des Ausbildungsprogramms "Berufsstart plus", das seit mehreren Jahren in ganz Thüringen erfolgreich durchgeführt wird. "Das Programm bietet Schülerinnen und Schülern seit Jahren eine gute Möglichkeit, sich frühzeitig und systematisch mit dem Thema Berufswahl zu beschäftigen. Zum einen brauchen wir für die Zukunft gut ausgebildete Fachkräfte und zum anderen können wir uns hohe Ausbildungsabbrecherzahlen aus demokrafischen Gründen nicht leisten", so die Geraer Agentur-Chefin Birgit Becker bei der Übergabe der Fördermittel-Bescheide an die Handwerkskammer sowie die Industrie- und Handelskammer bzw. den Ostthüringer Ausbildungsverbund als deren Beauftragten. Das Land Thüringen fördert das Programm ebenfalls mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Nunmehr ist die Finanzierung bis 2010 gesichert.
Und so ist Frank Hohle, stellv. Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ostthüringen stolz darauf, das "Berufsstart plus" zu einer Erfolgsgeschichte geworden ist, Ostthüringen eine Vorreiterrolle spielt und das Land Hessen sich für die Umsetzung des Modells in unserem Raum interessiert.
Bereits in der 7. Klasse beginnen die Vorbereitungen zum Berufswahl, praxisorientiert und arbeitsmarksnah. Zu den elf möglichen Berufsfeldern gehören Bau-, Metall-, Elektro-, Textil- und Holztechnik sowie Hauswirtschaft, Gesundheit, Körperpflege, Raumgestaltung, Wirtschaft und Verwaltung. "Lernen vor Ort" heißt nichts anderes, als dass sich die Siebenklässler grundlegend orientieren können, ihre beruflichen Neigungen finden oder festigen, Theorie und Praxis verknüpfen und damit die Lernleistungen und sozialen Kompetenzen für das Erreichen beruflicher Ziele verbessern können. 2.330 Schüler haben sich allein im Vorjahr an der Aktion beteiligt, in diesem Jahr haben fast 3.100 Schüler aus 33 Schulen die Möglichkeit, sich Wissen über Ausbildungsberufe anzueignen, so Frank Hohle. Der Ostthüringer Ausbildungsverbund rechnet mit 2.250 Teilnehmern. Für sie und alle anderen soll ein guter Start ins Berufsleben gewährleistet werden.
Heidrun Heinitz, Geschäftsführerin des Ausbildungsverbundes, beschreibt das Programm zusammenfassend: "Nach einem Berufseignungstest schließt sich eine Orientierungswoche in der Praxis an, in der 8. Klasse erfolgt ein Praktikum in einem Unternehmen. In der 9. Klassenstufe gibt es zwei weitere Praktika. Bei Bedarf kann auch in der 10. Klasse ein weiteres Praktikum absolviert werden."
Allein die Handwerkskammer Ostthüringen kann übrigens noch rund 100 freie Lehrstellen vermitteln. In einigen Berufen wird es schon knapp mit dem Fachkräfte-nachwuchs, so z.B. bei Bäcker- und Kochlehrlingen. Teilweise resultiert das auch daraus, dass Schulabgänger auch in den alten Bundesländern Stellen suchen. Das ist u.a. auf die besseren berufliche Perspektiven und die unterschiedlichen Tarife zurückzuführen.

( 21.08.2009 )

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