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Geheimnisvolle Objekte

Unter Gebäuden, Plastersteinen und Asphalt der Geraer Altstadt tummeln sich seit Mitte dieser Woche bis zum 31. Oktober unterirdische Lichter, merkwürdige Kunstwesen und schillernde Farbspiele. Die "Höhler Biennale" lädt deutschland- und europaweit zur einzigsten Ausstellung dieser Art in Geras Kellerräume ein.
Dr. Gitta Heil vom Höhlerverein betont vor allem den Aspekt der Einzigartigkeit. "Die Geraer sollten sich bewusst machen, das es solch ein Podium für internationale Installationskünstler weit und breit nicht noch einmal gibt", so ihr Appell. Das spannende sei obendrein, dass man nicht wie in anderen Ausstellungen üblich, in einem hellen Raum die Werke nebeneinander aufgereiht anschaut, sondern sich hier in die Dunkelheit und Enge einer echten Höhle begibt. In jedem der Höhler erwarte einen ein ganz anderer Eindruck. "Man ist förmlich gezwungen, den Moment der Stille unterhalb der Stadt auszuhalten und sich mit den Kunstobjekten zu befassen. Ein Ausweichen gibt es hier nicht, man steckt quasi im Kunstwerk drin", so die couragierte Projektleiterin.
In diesem Jahr habe man sich das Motto "UnterwegS" ausgesucht. Erstens sei man zwischen den Höhlern wortwörtlich unterwegs, zweitens wolle man einen Bogen zu den Bauhauskünstlern schaffen, die ebenfalls zu neuen Ufern aufgebrochen sind. Deutlich mehr als 100 Künstler hatten sich beworben, 47 stellen nun aus. "Wir haben auch die Künstler der Partnerstädte einbezogen", so Vereinsvorsitzender Heinz Nikulla. Allen gezeigten Installationen aus Klang, Licht, Glas, Keramik, Text, Fotomontagen und Metall sei die Intention wichtig, dass "dieses eine Leben, das Wichtigste ist", so Dr. Heil.
Insgesamt erstreckt sich die Biennale über fünf Höhler, eine Ausstellung im Naturkundemuseum sowie das Kunstkaufhaus in der Schuhgasse 14, in dem Arbeiten der Künstler erworben werden können. "Um den Besuchern die Orientierung zu erleichtern, ist ein kleiner Stadtplan auf der Eintrittskarte dargestellt", erklärt Nikulla. Auch ein Schilder-System und ein Infopoint Sorge/Ecke Johannisstraße leiten durch die Innenstadt. Eintrittskarten gibt es in allen beteiligten Höhlern (Schloßstraße 4, Nicolaiberg 3, Greizer Straße 10/37, Markt 8/9, Pressehaus Hinter der Mauer) und im Kunstkaufhaus. Die Ausstellungen sind Mi bis So 10-18 Uhr geöffnet. Künstlerführungen auf Anfrage.

( Christine Schimmel, 26.06.2009 )

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