Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

Energie-Konzern für Gera und Jena

Drei wesentliche Gründe für eine angestrebte Zusammenarbeit der Stadtwerke von Gera und Jena führten die Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm und Dr. Albrecht Schröter bei der Unterzeichnung einer Absichtserklärung zur Fusion der beiden Unternehmen an: Man müsse nicht nur mitteldeutsch denken, sondern auch handeln, die Versorgung der Einwohner mit Strom, Gas und Fernwärme bei möglichst niedrigen Preisen voll gewährleisten und im Wettbewerb bei der Stromversorgung den kommunalen Einfluss im Interesse der Bürger gewährleisten. All das müsse mit der Sicherung der Arbeitsplätze einhergehen.
Die Ausgangspositionen sind unterschiedlich. Während Gera ein modernes Kraftwerk besitzt, verfügt Jena über ein stärkeres kommunales Wohnungsunternehmen. "Die Stadtwerke Gera AG und die Technischen Werke Jena GmbH können gemeinsam noch effizienter zum Vorteil der Kommunen und damit ihrer Bürger arbeiten. Beide Unternehmen haben in den vergangenen Jahren bereits eine Vielzahl von Maßnahmen ergriffen, um Effizienz und Wirksamkeit der Unternehmen nachhaltig zu verbessern", so Dr. Vornehm.
Sein Amtskollege Dr. Schröter ergänzte: "Die Versorgung der Bürger mit Strom, Gas und Fernwärme sind Dienstleistungen, die im Rahmen einer Kooperation auch andere Geschäftsbereiche der Konzerne stärken würden und schließlich deutliche Kostenersparnisse und eine Entlastung der kommunalen Haushalte bringen können." Dr. Schröter nannte als Beispiel für Synergieeffekte das Nebeneinander von Bus-Lackierhallen in Jena und Gera. Die beiden Rathauschefs machten deutlich, dass alle Planungen und spätere Vereinbarungen der Partner "auf gleicher Augenhöhe", also gleichberechtigt, erfolgen müssten, keinem Partner dürfe ein System übergestülpt werden.
Ein Kooperationsmodell soll durch intensive Vorprüfung mit Vertretern beider Stadtwerke erarbeitet werden, unterstützt von externen Beratern. Eine Grundvoraussetzung sei es, das die Bedingungen auch für die Arbeitnehmer günstig bleiben. Die Rathauschefs versicherten, dass die Einbeziehung der Aufsichtsräte und der Betriebsräte intensiviert werden müsse. Gleiches treffe auf die Kommunalparlamente zu. Festhalten wolle man an den unterschiedlichen Tarifstrukturen für die Beschäftigten in Gera und Jena.
Vorstellbar sei eine Holding für die Technischen Werke Jena und die Stadtwerke Gera; das Ziel bestehe darin, je 50 Prozent Anteil der beiden Kommunen zu sichern und damit eine Kommunalisierung und keine Privatisierung zu erreichen. Darüber sei mit den weiteren an den Konzernen beteiligten Partnern bereits gesprochen worden. Einbezogen werden die Stadtwerke Pößneck, die einen kleinen Anteil an den Jenaer Stadtwerken halten. "Angaben zu Beteiligungs-Prozenten sind Spekulationen und damit kompletter Unsinn", so Dr. Vornehm.
Wenn die Aufsichtsräte und Kommunalparlamente zustimmen, könne die Kooperation zwischen Gera und Jena zu Beginn des Jahres 2011 in Kraft treten.

( Reinhard Schubert, 26.06.2009 )

zurück