Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

Zukünftiges Freibad rückt an das Hofwiesenbad

Groß war das Bedauern bei vielen Geraer Einwohnern, als das Sommerbad der Gestaltung des Hofwiesenparkes zur Bundesgartenschau 2007 weichen musste. Jetzt rückt die Erfüllung des Wunsches, wieder ein Freibad in der Innenstadt zu haben, in greifbare Nähe. Zwar soll es nicht an alter Stelle entstehen, sondern sich in unmittelbarer Nähe des Hofwiesenbades befinden und an dieses angedockt werden. "Wir wollen ja keine Wunden in den Park schlagen", versicherte Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm, der das Projekt vorstellte. Er fühle sich schließlich selbst als Wächter des Hofwiesenparkes. Wenn die Rechnung aufgeht, die das Stadtoberhaupt aufgemacht hat, könnten sich die Wasserratten zur Badesaison 2011 in die Fluten des neuen Freibades stürzen.
Grundlage für den optimistischen Ausblick ist eine Machbarkeitsstudie, die von der GMF Gesellschaft für Entwicklung und Management von Freizeitsystemen mbH & Co KG im Auftrag der Stadt vorgelegt worden war. Nach dieser Wirtschaftlichkeitsprognose würde ein kombiniertes Freibad und Hallenbad im Vergleich zum heutigen Hofwiesenbad eine Senkung der Betriebskosten von 400.000 Euro ergeben. Im vergangenen Jahr hat die Stadt 1,1 Millionen Euro zur Betreibung und Instandhaltung des Hofwiesenbades zugeschossen. Die GMF habe errechnet, dass im dritten Betriebsjahr des Gesamtbadkomplexes der Zuschuss 1,2 Millionen Euro betragen würde. Damit rücke für den Oberbürgermeister der Badneubau in unmittelbare Nähe. Ralf Schekira, Werkleiter der Zentralen Grundstücks- und Gebäudewirtschaft der Stadt Gera (ZGGW), rechnet weiter. 285.000 Besucher hatte das Hofwiesenbad im vergangenen Jahr. Die Zahl müsste sich für die spätere Wirtschaftlichkeit insgesamt auf 338.000 Besucher, zu denen auch Schulklassen und Sportvereine zählen, erhöhen. An Badegästen für das zukünftige Freibad werde pro Saison etwa mit 35.000 gerechnet.
Badespaß und Schwimmsport, die der zukünftige Komplex bieten soll, sind für Dr. Vornehm wichtige Kriterien, um auch den Stadtrat für die Idee zu begeistern. Im Herbst will er den Vorschlag einbringen. Während die endgültige Gestaltung des Freibades noch keine konkreten Formen angenommen hat, gibt es schon Ideen für verschiedene Bereiche. So soll es zum Beispiel zu den Saunen im Innenbereich auch einen Saunaaußenbereich mit finnischer Aufgusssauna, russischer Banja oder einer Heubodensauna geben. Vorgeschlagen wird ein Saunagarten, natürlich ein Liegebereich für die Badegäste, neben dem Schwimmbecken mit drei Schwimmbahnen, Strömungskanal und Wasserkanone auch ein Baby- und Kinderbecken mit Elefantenrutsche, Kippeimer und Spritzdüsen.
Attraktiv wünscht sich der OB das neue Freibad und Anziehungspunkt für Einwohner und Gäste aus dem Umkreis. Die Investitionskosten wurden mit 5,5 Millionen Euro veranschlagt. Die Mittel sollen durch Fremdfinanzierung beschafft werden. Falls sich Fördermittel auftun, würden diese natürlich in Anspruch genommen, so Dr. Vornehm.

( Helga Schubert, 29.05.2009 )

zurück