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Publizist Eberhard B. Freise liest aus Roman


Der Publizist Eberhard B. Freise liest am Dienstag, 21. April, 19 Uhr, im Stadtmuseum aus seinem Roman "Der Mischling". Die Lesung gehört zu den Begleitveranstaltungen zur Sonderausstellung "Arisierung in Thüringen. Ausgegrenzt. Ausgeplündert. Ausgelöscht".
Der Autor ist als Kind und Jugendlicher in der Kriegs- und Nachkriegszeit in Thüringen aufgewachsen. Er spannt den Bogen seiner authentischen Erzählung vom Novemberpogrom 1938 bis zum Juni-Aufstand der Arbeiter in der DDR 1953. Von Weimar aus war die Mutter des Autors als Jüdin 1943 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet worden. Von 1947 bis 1950 geht der heute 75-Jährige auf die Schiller-Oberschule in Weimar und lebt dort unter unwürdigen Verhältnissen in der Familie seiner ungeliebten Pflegeeltern. In Gera trifft er jüdische Verfolgte, die ihm erstmals aus erster Hand von der Deportation seiner Mutter erzählen.
Nach kurzem Studium der Publizistik in Leipzig wird er zum Augenzeugen des Juni-Aufstands gegen das DDR-Regime. Er flieht in den Westen, studiert Politik und Publizistik in Amsterdam und beginnt beim "Spiegel" seine Karriere als kritischer Journalist. 2007 kehrt er zurück, findet in Jena den Verlag Neue Literatur und liest jetzt in seiner alten Thüringer Heimat aus seinem Buch, um als Zeitzeuge an das Unrecht zweier aufeinander folgender unmenschlicher Diktaturen zu erinnern.

( 17.04.2009 )

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